Kieler Schachgesellschaft von 1884


Kieler Schachgesellschaft von 1884

 

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Mannschaften/Turniere

KSG 1: Verbandsliga B
KSG 2 und 3: Bezirksliga Kiel

 

Spielberichte

"Lasker-Schachwochenende" in Kiel
08.-09.09.2018

Bericht und Fotos von Jan Honnens von den Schachfreunden Burg

 

1. Runde Bezirksliga Kiel, KSG 3 - KSG 2: 4,0 - 4,0
20.09.2018

Fotos von Wolfgang Schroedter:

 

Vereinsmeisterschaft der Kieler SG im Blitzschach
07.06.2018

Nr.

Teilnehmer

TWZ

1

2

3

4

5

6

7

8

Punkte

SoBerg

1.

Kropp,Jürgen

1957

**

01

11

11

11

11

½½

11

12.0

71.50

2.

Malina,Marcus

1656

10

**

11

11

11

11

11.0

61.75

3.

Schmidt,Peter

1859

00

**

00

11

11

½½

11

8.5

46.00

4.

Zielke,Bernd

1594

00

11

**

10

½½

½0

11

7.0

37.25

5.

Felser,Franz

1871

00

00

00

01

**

01

11

11

6.0

24.00

6.

Werner,René

1694

00

00

00

½½

10

**

11

11

6.0

24.00

7.

Görs,Joachim

1898

½½

00

½½

½1

00

00

**

11

5.5

31.00

8.

Bischof, Anton

1200

00

00

00

00

00

00

00

**

0.0

0.00

 

Fotos:

 

Kurzer Rückblick Bezirkspokalsaison 2017/2018
11.05.2018

Nach dem Seniorenpokal konnte die Kieler SG auch den Bezirkspokal gewinnen. Gegen die starke Mannschaft aus Flintbek, die uns in den letzten Jahren schon mehrmals aus dem Wettbewerb kegelte, stand es am Ende 3 zu 1. Während Jürgen Kropp und Ingo Firnhaber ihre Partien gewinnen konnten, steuerten Matthew Basey und Joachim Görs jeweils einen halben Punkt bei. Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!

Auf dem Weg ins Finale konnten die Teams des Raisdorfer SG II (Achtelfinale, 3,5 : 0,5), Phönix Gettorf (Viertelfinale, 3,5 : 0,5) sowie die SG Plöner See I (Halbfinale, 3 : 1) besiegt werden.

Zum siegreichen Bezirkspokalteam 2017/2018 gehörten:
Ingo Firnhaber ( 3 Pkt./ 3 Partien)
Jürgen Kropp ( 3 Pkt. / 3 Partien, davon 1 kampflos)
Matthew Basey ( 2,5 Pkt. / 4 Partien)
Joachim Görs ( 1,5 Pkt. / 2 Partien)
Josef Kollhoff ( 1 Pkt. / 2 Partien)
Hans-Reiner Plichta (1 Pkt./ 1 Partie)
Manfred Zimmermann (1 Pkt./ 1 Partie)

René Werner

 

Bezirksmeisterschaft im Schnellschach am 09.05.2018

20 Spieler fanden sich trotz bestem Sommerwetter im Legienhof ein, um den Bezirksmeister im Schnellschach zu ermitteln. Zudem zählte das Turnier mit doppelter Punktzahl für den Schnellschach-Grand-Prix des Schachbezirks Kiel.

Als Favorit ging Bülent Saglam in den Wettkampf und dieser Favoritenrolle wurde er auch voll gerecht. Er gewann souverän mit nur einem halben Punktverlust mit 6,5 Punkten das Turnier und darf sich nun Bezirksmeister im Schnellschach nennen.

Klaus Rabe von der Kieler SG war der einzige, der Bülent einen halben Punkt abnehmen konnte – mit 5,5 Punkten erzielte er den Silberplatz. Knapp dahinter mit einem halben Zähler weniger kam Thorsten Cerny auf Rang 3.

Eine sehr gute Leistung zeigte der Nachwuchsspieler Henry Grounev, der mit 4,5 Punkten den 5. Platz erreichte.

René Werner

 

Bezirksmeisterschaft im Schnellschach, Stand nach der 7. Runde:

Rang

Teilnehmer

TWZ

Verein/Ort

S

R

V

Punkte

Buchh

SoBerg

1.

Saglam,Bülent

2132

SK Doppelbauer Kiel

6

1

0

6.5

28.5

25.75

2.

Rabe,Klaus,Dr.

2030

Kieler SG von 18

4

3

0

5.5

31.5

23.75

3.

Cerny,Thorsten

2033

SG Turm Kiel von 1910

5

0

2

5.0

31.0

19.00

4.

Dittmann,Hans-Adolf

2072

Preetzer TSV

4

1

2

4.5

29.0

14.75

5.

Grounev,Henry

1612

SK Doppelbauer Kiel

3

3

1

4.5

27.0

16.25

6.

Zimmermann,Manfred

1956

Kieler SG von 18

4

1

2

4.5

24.5

13.25

7.

Kornrumpf,Joachim,Prof. Dr.

2035

Preetzer TSV

4

0

3

4.0

26.5

11.50

8.

Werner,René

1820

Kieler SG von 18

4

0

3

4.0

21.5

8.50

9.

Beller,Josef

1592

Kieler SG von 18

3

1

3

3.5

31.5

14.25

10.

Leib,Britta

1833

SC Agon Neumünster

3

1

3

3.5

24.5

8.75

11.

Felser,Franz

2036

Kieler SG von 18

3

1

3

3.5

23.5

9.75

12.

Behrendt,Matthias

1724

SC Agon Neumünster

3

0

4

3.0

25.0

9.00

13.

Schmidt,Peter

1932

Kieler SG von 18

3

0

4

3.0

24.5

5.00

14.

Czank,Michael,Dr.

1649

Kieler SG von 18

3

0

4

3.0

24.0

7.00

15.

Stegert,Jonas

1373

SC Agon Neumünster

3

0

4

3.0

21.0

7.50

16.

Plichta,Hans-Reiner

1784

Kieler SG von 18

3

0

4

3.0

18.5

4.00

17.

Bischoff,Anton

1200

Kieler SG von 1884 e.V.

3

0

4

3.0

17.0

3.00

18.

Zielke,Bernd

1683

TuS Holtenau

2

0

5

2.0

21.0

3.00

19.

Kathage,Holger

1652

VSF Flintbek

1

0

6

1.0

20.5

0.00

20.

Damerow,Rasmus

1200

Kieler SG von 1884 e.V.

0

0

7

0.0

19.5

0.00

 

9. und letzter Spieltag Bezirksliga-Saison 2017/2018
KSG II gewinnt 7 – 1 gegen Agon Neumünster III
KSG III gewinnt 4,5 – 3,5 gegen Holtenau I
22.04.2018

Am letzten Spieltag ging es für beide Bezirksligamannschaften der Kieler SG um nicht mehr viel, die zweite Mannschaft hatte bereits nach der vorletzten Runde den Klassenerhalt sicher und die dritte Mannschaft war sicher auf Platz 3 und konnte sich nicht weiter verbessern, da auch Friedrichsort (kampflos gegen Doppelbauer III) und Flintbek (knapp gegen Turm Kiel IV) ihre Spiele gewannen.

Dennoch wurde engagiert und in einigen Matches bis kurz vor dem Timeout von 4 1/2 Stunden bis kurz vor Mitternacht gefightet (2 x Josef sowie Hans-Jürgen).

Die zweite Mannschaft konnte dabei einen deutlichen Sieg herausspielen, außer Joachim an Brett 1 konnten alle anderen Spieler gewinnen. Dabei gab es einige klassische Endspiele zu betrachten (Hans-Joachim und Hardy jeweils mit Mehrbauer im Bauernendspiel, Josef Beller mit Bauernumwandlung im Leichtfigurenendspiel). Aber auch ein extrem kompliziertes Endspiel von Hans-Jürgen, in dem es nur einen Bauern gab, dafür aber jeweils 3 Leichtfiguren plus Turm, die jeweils um den stärkeren bzw. schnelleren Mattangriff rangen.

Relativ schnelle Siege konnten zudem Franz, Hans-Reiner und Hartwig (mit einem Grundlinienmatt) erringen.

Durch den Sieg verbesserte sich die 2. Mannschaft der Kieler SG noch um zwei Ränge und belegte einen guten 5. Platz in der Abschlusstabelle. Topscorer der Saison war dabei Josef Beller mit 7,5 Punkten aus 9 Spielen.

Die dritte Mannschaft hatte schwer zu kämpfen. Während die drei Remisen an Brett 1, 2 und 8 relativ schnell und friedlich vereinbart wurden, wurde an den restlichen Brettern erbittert gekämpft. Als erster von dem verbliebenen Quintett konnte ich einen Mannschaftspunkt durch meinen Sieg gegen Bernd Zielke beisteuern. Mein Gegner baute einen Verteidigungswall auf, der nur schwer zu durchbrechen war. Durch eine Unachtsamkeit fand ich dann noch eine Lücke und konnte die Qualität gewinnen. Bis zum endgültigen Sieg war es nicht ganz einfach, aber meine Angriffsbemühungen führten schlussendlich zur Öffnnung der gegnerischen Stellung und weiteren unabwendbaren Drohungen.

Zu dieser Zeit standen wir an zwei der anderen vier Brettern schlechter und an den zwei anderen eher remislich, so dass noch eine heikle Schlussphase bevorstand. Zunächst gewann in einem komplizierten Turmendspiel Ingo seine Partie, durch aktiveres Figurenspiel zwang er seinen Gegner zu Ungenauigkeiten und nutzte dies effektiv aus.

Dann schlug Holtenau zurück: Michael verlor einen Springer ohne ausreichend Kompensation (einen Bauern) und musste nach zäher Verteidigung aufgeben. Gunnar hatte relativ früh einen Bauern weniger und eine schlechte Bauernstruktur (Doppelbauer) und musste im Turmendspiel nach ebenfalls hartem Ringen nach Abtausch der Türme dem Gegner gratulieren.

Es stand somit 3,5 – 3,5 und das letzte Spiel des Abends musste entscheiden. Ebenfalls Turmendspiel, aber starker Läufer auf Seiten Josefs gegen schwachen Springer seines Gegners. Dann Bauerngewinn durch Josef. Remisangebot in dieser Phase zu Recht abgelehnt. Die Zeit schwindet auf beiden Seiten, nur noch fünf Minuten. Dann der (zwischenzeitliche) Schock durch ein taktisches Manöver: gegnerischer Turm schlägt Läufer, nach Schlagen des Turms durch den König Springergabel und Josefs Turm war futsch. Keine Zeit nachzudenken oder zu trauern, jetzt entscheidet der aktive König von Josef, der zwei, drei Freibauern schafft und den gegnerischen Springer nicht ranlässt, auch der gegnerische König ist zu weit weg. Die Bauern entscheiden das Spiel doch noch zugunsten von Josef und damit das Match für die dritte Mannschaft der Kieler SG.

Dritter Platz in einer insgesamt sehr guten Saison (7 Siege, 2 Niederlagen), es wäre ggf. sogar noch mehr möglich gewesen, aber wir wollen uns mal nicht beschweren :-). Topscorer der Saison waren Jürgen (7 Punkte aus 9 Partien), Ingo (5 aus 6), Marcus (6 aus 8) sowie Josef (6 aus 9).

Wir freuen uns schon auf die neue Saison, bis dahin einen schönen Sommer und vielleicht sieht man sich beim Monatsschnellschachturnier (jeden zweiten Montag im Monat im Legienhof) oder beim 31. Kieler Open an der Förde (28. Juli bis 3. August 2018).

Kiel, den 22. April 2018
René Werner

Fotos von diesen Begegnungen:

 

Bericht zu den Landeseinzelmeisterschaften in Bad Segeberg vom 24.3. bis 30.3.2018

Vier Spieler der Kieler SG nahmen an den diesjährigen LEM in Bad Segeberg teil.

Manfred startete dabei bei den Senioren in der Gruppe A, während Josef und ich in der Kandidatenklasse und Jürgen in der Vormeisterklasse spielten.

Die Turnierbedingungen waren sehr gut, der gastgebende Verein von den Segeberger SF und das Schiedsgericht hatten alles prima im Griff, so dass diesen an dieser Stelle ein herzlicher Dank gebührt.

Manfred belegte mit 2 Siegen, 4 Remis und 2 Niederlagen und einer kampflos abgegebenen Partie den 9. Platz von 16 Teilnehmern und hätte sich vielleicht noch ein wenig mehr erhofft, andererseits konnten ein paar Achtungserfolge bzw- -remis gegen Gegner mit einer höheren TWZ eingefahren werden. Dafür erreichten die für unsere Seniorenmannschaft spielenden Joachim Kornrumpf und Hans-Adolf Dittmann den ersten sowie den zweiten Platz, herzlichen Glückwunsch!

Jürgen erreichte mit 4,5 Punkten den 6. Platz und damit den Klassenerhalt in der Vormeisterklasse. Vielleicht war noch eine bessere Punktausbeute möglich, bei den Niederlagen ist auch ein verlorenes Spiel aufgrund klingelndem Handy dabei. Im letzten Spiel hatte Jürgen eigentlich bereits eine Figur verloren, jedoch konnte er diese Partie (aus meiner Sicht überraschend) noch gewinnen.

Josef erzielte in der Kandidatenklasse ebenfalls 50% mit 4 Punkten aus 8 Spielen und hielt somit die Klasse (Platz 14 von 20 Teilnehmern). Mit Weiß konnte er dabei 3 Punkte aus 4 Partien erspielen.

Ich spielte erstmals in der Kandidatenklasse mit und stellte mir das Ziel 50% der Punkte zu erreichen und die Klasse zu halten. Von der DWZ her war ich nur 17. von 20 Spielern, durch meine im Vergleich dazu bessere ELO-Zahl war ich als 13. gesetzt. Das Turnier begann mal wieder mit einer Niederlage, gegen meinen Gegner verlor ich aufgrund einer falschen Berechnung unnötigerweise bereits in der Eröffnungsphase einen Bauern, was in der Folge recht schnell zu einem Zusammenbruch meiner Stellung führte.

In den Spielen zwei bis vier profitierte ich dafür von Fehlern meiner Gegner. In der zweiten Partie gewann ich bereits in der Eröffnung einen Zentrumsbauern und zwang in der Folge den Gegner zur Aufgabe. In der dritten Partie, in der ich mit Katalanisch fast die gleiche Eröffnung wie in der ersten Runde aufs Brett bekam, kam ich diesmal mit ausgeglichener Stellung aus der Eröffnung und wickelte in ein Turm-Endspiel mit jeweils 4 Bauern ab. Durch eine Fehleinschätzung (vermeintliche Fesselung) bekam ich quasi einen Freibauern auf der a-Linie "geschenkt" und konnte nach einigem Hin und Her diesen Vorteil auch in einen vollen Punkt verwerten. Auch im dritten Match profitierte ich von einem "Aussetzer" meines Gegners. Nachdem meine Angriffspläne in der Eröffnung vom Gegner gut abgewehrt wurden, stieg eigentlich die Gefahr, dass mein Gegner im Folgenden gut "ins Rollen" kommt. Allerdings stellte er seinen a-Turm so unglücklich ein, dass ich einen Springerangriff unter Ausnutzung einer Fesselung durchführen konnte und die Qualität gewann. Danach konnte ich mit Hilfe meines zweiten Springers und der Dame gut in die gegnerische Stellung eindringen und potentielle Gegenangriffe abwehren, so dass ich einen weiteren Punkt einfuhr und mich nach der ersten Doppelrunde am Montag auf einmal mit in der Spitzengruppe befand mit 3 Punkten aus 4 Partien.

Danach bekam ich den Setzlistenersten und damit einen harten Brocken mit Schwarz vorgesetzt. In einem Sizilianer konnte ich eine gute Mittelspielstellung erreichen, in dem ich mich wohler fühlte als Weiß, aber nachdem die Stellung im Zentrum geöffnet wurde, spielte ich zu ungenau und verlor einen Bauern, mein Gegner erhielt dafür einen Freibauern und eine sehr aktive Stellung. Ich hatte Glück, den Laden einigermaßen zusammenzuhalten und bekam auch noch einmal die Chance in ein remisliches Turmendspiel abwickeln zu dürfen. Diese nutzte ich jedoch nicht und musste letztendlich meine (zweite) verdiente Niederlage einstecken.

Die 6. Runde am zweiten Doppelspieltag war rückwirkend betrachtet wohl die Schlüssel- Partie gewesen, die mir insgesamt zu einem sehr guten Turnierergebnis verholfen hat. Zum einen war es die längste und umkämpfteste Partie dieser Runde, zudem wogten auch die Erfolgschancen mal in die eine und mal in die andere Richtung, so dass anstelle von 4 aus 6 auch nur 3 aus 6 und ein anderer Turnierverlauf hätte werden können. Während ich gut aus der englischen Eröffnung in einer Art Drachen im Anzug herauskam und leichte Stellungsvorteile hatte, bekam ich irgendwann im Mittelspiel auf einmal erhebliche Felderschwächen im Zentrum, die von den gegnerischen Springern eingenommen werden konnten, so dass ich nur noch verteidigen konnte und eigentlich nur noch dem abschlachten zusehen konnte. Aber so kam es dann überraschenderweise doch nicht, die Springer wollten meine Felderschwächen nur temporär besetzen, zudem erhoffte ich mir Erleichterung und Gegenspiel in dem ich einen Turm gegen einen der Springer und einen Bauern opferte, auch wenn diese Vorgehensweise die Engine nicht empfehlen würde und ich nach dem Abtausch immer noch sehr viel schlechter stand. Die Hauptsache war jedoch, dass mein Plan funktionierte und dass mein Gegenspiel und meine Drohungen meine Gegnerin zum Grübeln verleiteten und wahrscheinlich auch zu falschen Plänen. Die Partie wurde immer schärfer, in der Zeitnotphase konnte ich die Qualität wieder zurückgewinnen. Daraufhin gewann ich sogar noch den zweiten Springer und drohte ein einzügiges Matt, jedoch nur unter der Maßgabe, dass die gegnerische Dame in meine Königsstellung auf h3 mit Schachgebot eindringen konnte. Hier hätte ich nicht sagen können, wie das ganze wohl ausgeht (Dauerschach, Matt oder doch rettende Flucht meines Königs mit anschließendem Matt auf der Gegenseite), aber Fortuna war auch hier mir hold, mein König fand ein Fluchtfeld, wo kein Schachgebot mehr möglich war und das Matt war nicht mehr zu verhindern.

Abgekämpft musste ich aber an diesem Tag noch eine zweite Partie bestreiten und das ausgerechnet gegen den souverän führenden Spitzenreiter, der als 1. b4-Spieler bekannt ist. Diese Eröffnung kam dann auch aufs Brett, was ich nicht so schlecht fand, da Schwarz sich für gewöhnlich ohne größere Probleme gut entwickeln kann. Ich weiss zwar nicht, wie man konkret am besten gegen b4 spielt, aber mit der Eröffnung war ich zufrieden und konnte auch einiges Gegenspiel bewirken. Immer wenn ich fand, dass ich nun am Drücker war und mir Vorteile herausspiele, kam dann der Gegenkonter und ich musste sehr aufpassen, die Stellung im Gleichgewicht zu halten. Letztendlich wurde in ein Endspiel mit Turm und Springer und vier Bauern abgewickelt und ein gerechtes Remis konnte an diesem harten Tag mitgenommen werden.

Runde 8 begann dann chaotisch. Durch Schnee- und Glättechaos an diesem Tag war die B404 gesperrt und ich suchte eine Umleitung, um doch noch die Runde bestreiten zu können. Auf mein Navi war kein Verlass und mit Hilfe von "Schwarmintelligenz" (einfach den anderen Autos hinterherfahren) fand ich dann doch noch den Weg nach Bad Segeberg. Mehr als eine halbe Stunde war ich bei meinem ersten Spielzug im Hintertreffen, so dass schnelles Ziehen angesagt war. Das funktionierte erstaunlich gut, ich kam sogar zu einem Stellungsvorteil in der Eröffnung, den ich nach und nach ausbauen konnte. Zwischenzeitlich streute ich dann doch noch ein paar schwache Züge ein und mein Gegner hätte mir das Leben schwer machen können, ließ aber zum Glück für mich seine Chancen aus. Letztendlich konnte ich sowohl im Zentrum als auch auf der Königsseite den Gegner nur noch zum Verteidigen zwingen. Irgendwie hielt die Stellung alle meine vielversprechenden Angriffsversuche ab, letztendlich erhielt ich immerhin einen Mehrbauern und eine aktivere Dame und auch aktivere Leichtfiguren (Läufer, Springer), der gegnerische König war zudem "freigelegt". Nachträglicher Schock in der Partieanalyse, in der ich im 40. Zug einen leichten Partiegewinn durch ein Ablenkungsmanöver mit einem einfachen Bauernzug übersah. Aber letztendlich konnte ich meine Stellungsvorteile auch anderweitig verwerten und den vollen Punkt einfahren, der mich als Zwischenstand auf Rang 3 vor der letzten Runde katapultierte.

Die letzte Runde ist kurz erzählt. Mein Gegner bot früh remis an, welches ich annehmen wollte, da ich so auf jeden Fall die Preisränge sicher hatte. Durch das Remis waren die Plätze 2 bis 4 die mögliche Bandbreite. Alle anderen Partien verliefen dann so günstig, dass ich sogar noch einen Rang nach oben auf Platz 2 rutschte und somit ein für mich überaus erfolgreiches Turnier mit 6 Punkten aus 9 Partien (und einer Aufstiegsberechtigung in die Vormeisterklasse) beendete.

Kiel, 2. April 2018 - René Werner

 

KSG III verliert 3 - 5 gegen Raisdorf
KSG II ebenfalls mit 3 zu 5 Niederlage gegen Holtenau, dennoch Klassenerhalt geschafft!

16.03.2018

Leider konnten für die KSG III nur 7 Spieler an die Bretter gehen, so dass wir bereits mit einem Handicap gegen Raisdorf starten mussten.

Den Ausgleich zum 1:1 konnte Marcus erzielen. Zunächst eine Qualität gewinnend, war im weiteren Spielverlauf ein Bauerndurchmarsch nicht zu verhindern und der Gegner musste aufgeben. An Brett 2 quälte sich Matthew mit gezogenen Weisheitszähnen durch die englische Eröffnung. Seine Stellung wurde immer gedrückter, der Gegner fand einen Gewinnweg und wieder mussten wir einem Rückstand hinterherlaufen. Spannend ging es an Brett 1 zu. Nachdem Jürgen zunächst einen Bauern verlor, konnte er in ein Endspiel mit zwei Leichtfiguren und drei Bauern gegen einen Turm und vier Bauern abwickeln. Wie der Sieg gelang, habe ich dann leider nicht mehr mitbekommen.

Unseren letzten Mannschaftspunkt konnte Michael trotz JetLag einfahren. Dann begann die Niederlagenserie. Zunächst verlor Edgar nach Zeit, da nach zwei Stunden noch keine vierzig Züge gespielt waren. Josef hatte eigentlich in der Eröffnung optische Stellungsvorteile erzielen können, verlor dann aber in zunehmender Zeitnot den Faden und musste sich dem starken Angriff seines Gegners beugen. Zu diesem Zeitpunkt stand ich ebenfalls bereits auf Verlust. Ein Damenopfer/-ablenkungsmanöver führte zu einer tödlichen Springergabel, die Dame, Material und Partie verlor. Raisdorf freute sich über den Sieg und den damit verbundenen Klassenerhalt.

Die zweite Mannschaft verlor an diesem Abend mit 3 zu 5 gegen Holtenau, kann sich aber aufgrund der Niederlage von Schönberg gegen Doppelbauer III ebenfalls über den Klassenerhalt freuen.

Die 3. Mannschaft spielt am letzten Spieltag dieser Saison am 19. April 2018 gegen Holtenau, während KSG II die SG Neumünster III empfängt.

Kiel, den 18. März 2018 - René Werner

 

Senioren-Mannschaftspokal-Meisterschaft 2018

Der langjährige SH-Senioren-Referent Gerhard Meiwald ist nach Süddeutschland verzogen und zum Bundes-Senioren-Referent aufgestiegen. Die Nachfolge trat Gerhard Ihlenfeldt an.

 

26.11.2017

Zur ersten Runde des Mannschaftspokals wurde nach Neumünster ins Kiek-In eingeladen. Neun Vierermannschaften erscheinen, darunter 2 Mannschaften der Kieler SG. Die Auslosung ergibt ein Freilos für Ahrensburg.

KSG1 spielt gegen Rendsburg. An allen Brettern haben wir mehr als 100 DWZ-Pkt. Vorsprung. Trotzdem tun wir uns ein bisschen schwer, gewinnen aber am Ende doch sicher mit 2,5:1,5. Mit demselben Ergebnis gewinnen Lübeck gegen Schwarzenbek und Agon NMS gegen Bad Oldesloe.

KSG2 hat es wirklich schwerer. Der starke Gegner ist Husum. RP gewinnt schnörkellos am 4.Brett. FF und MZ verlieren ihre Partien ziemlich klar. Das sieht nicht gut aus. Aber am ersten Brett kann GB ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern gewinnen. 2:2 und auch die Berliner Wertung bringt keine Entscheidung. Jetzt entscheidet ein 5-Minuten-Blitz. Die Farben werden getauscht. An den Brettern 2 und 4 gibt es dasselbe Ergebnis wie vorher. GB setzt seinen Gegner in Gewinnstellung Patt. MZ scheint chancenlos. Aber Klaus Seeck schafft das Matt nicht. MZ gewinnt durch Zeit. 2,5:1,5. Beide KSG-Mannschaften sind eine Runde weiter.

Rendsburg - Kieler SG1: 1,5 - 2,5

1 Berenstein,Alexander 1855 - Neumann,Joachim 1974: 0,5 - 0,5
2 Quiring,Nikolai 1879 - Kornrumpf,Joachim 1995: 1 - 0
3 Plewka,Manfred 1787 - Dittmann,Hans-Adolf 1990: 0 - 1
4 Wichmann,Gerd 1492 - Hahne,Hans-Jürgen 2004: 0 - 1

Husum - Kieler SG2: 2,0 - 2,0

1 Ohst,Holger 1961 - Bestmann,Günter 1979: 0 - 1
2 Lehr,Tomas 1786 - Felser,Franz 1887: 1 - 0
3 Seeck,Klaus 1892 - Zimmermann,Manfred 1833: 1 - 0
4 Friedrichsen,Hans Herm. 1435 - Plichta,Reiner 1686: 0 - 1

Gleich danach greift einer in die Lostrommel und zieht heraus: KSG2. Wir müssen am 14. Januar nach Ahrensburg fahren und die fünfte Mannschaft aus dem Pokal kippen. Das gelingt standesgemäß mit 3:1. Der DWZ-Unterschied ließ das erwarten.

Ahrensburg - Kieler SG2: 1,0 - 3,0

1 Lehmann, Erwin 1803 -Bestmann, Günter 1979: 0 - 1
2 Dümmke, Jens 1560 - Zimmermann, Manfred 1822: 1 - 0
3 Hilbig, Klaus 1477 - Plichta, Reiner 1686: 0 - 1
4 Hermann, Armin. 1379 - Kollhoff, Josef 1796: 0 - 1

Am 21. Januar schrieb uns der Turnierleiter G. Ihlenfeldt: "Die Auslosung für die nächste Runde erfolgte am 20.1.2018 durch Ulli Krause auf der Bezirksversammlung in Eutin. Ulli hat folgende Paarungen gezogen, also Beschwerden bitte an Ihn, es ist nämlich meine Befürchtung eingetreten, dass beide Kieler Mannschaften gegeneinander spielen."

Aber Günter Bestmann findet in der Turnierordnung einen Passus, dass Mannschaften desselben Vereins nicht gegen einander gepaart werden dürfen. Die neue Auslosung ergibt: LSV - KSG1 und KSG2 - Agon NMS.

 

11.02.2018

Dritte Runde im Vereinsheim von Agon Neumünster.

Eigentlich war LSV-KSG1 für das Finale erhofft, wie in den Vorjahren. Jetzt wird es schon im Halbfinale Ernst. JN spielt umständlich auf kleine positionelle Vorteile und wird von Salov heftig angegriffen. Weil der Angriff nicht sofort durchschlägt, bietet Salov Remis an. HJH und HAD müssen mit Schwarz zunächst einigen Druck aushalten, kommen dann doch zu einem viel versprechenden Angriff. Aber irgendwie geht es nicht weiter. HAD macht remis. HJH lässt sich nach langen Damenschachs doch in ein Bauernendspiel zwingen, das Gruzmann dann sehr schnell als Remis einschätzt. JK hat lange in einer ziemlich geschlossenen Stellung nach Vorteil gesucht, dann leider in Zeitnot dem Gegner den Durchbruch gestattet. Kampf verloren, Lübeck ist im Finale.

Inzwischen hat unsere KSG2 gegen Agon gezeigt, dass sie in Hochform ist. 4:0. Einzug ins Finale!

Lübeck - Kieler SG1: 2,5 - 1,5

1 Salov, Sergej 2116 - Neumann, Joachim 1974: 0,5 - 0,5
2 Gruzmann, Boris 2124 - Hahne, Hans-Jürgen 2004: 0,5 - 0,5
3 Böttcher, Ulrich 1914 - Dittmann, Hans-Adolf 1990: 0,5 - 0,5
4 Lübeck, Stephan 1919 - Kornrumpf, Joachim 1995: 1 - 0

Kieler SG2 - Agon NMS: 4,0 - 0,0

1 Bestmann, Günter 1979 - Ivaska, Romas 1791: 1 - 0
2 Zimmermann, Manfred 1822 - Eberhardt, Michael 1644: 1 - 0
3 Plichta, Reiner 1686 - Rummey, Siegfried 1395: 1 - 0
4 Kollhoff, Josef 1796 - Thies, Wolf 1263: 1 - 0

 

11.03.2018

Finale im Nicolay-Altenzentrum in Kiel

Alle Kieler hoffen, dass unsere zweite Mannschaft die Niederlage der ersten gegen Lübeck rächt. Aber niemand glaubt wirklich daran. Ich kann den Kampf erst ab der dritten Stunde verfolgen. RP hat bereits Remis gemacht. Mit Weiß nach 20 Zügen. Naja, bei den Gegnern…

An den drei anderen Brettern steht es noch materiell gleich. GB und MZ stehen unter Druck, während JK mit Schwarz versucht, seinen Raumvorteil am Königsflügel auszunutzen. Kurz vor der Zeitkontrolle kommen dann die Fehler. Alle Partien stehen ziemlich klar auf Verlust. Aber das Glück ist mit den Kielern. Salov macht seinen 40. Zug und das Blättchen fällt. Günter hat gewonnen! Manfred verliert. Es steht 1,5:1,5. Alle scharen sich um das 4. Brett. Josefs Gegner (mit Namen Lübeck!) hat einen wichtigen Bauern gewonnen. Zum Glück verrechnet er sich, opfert den Bauern, tauscht alle Türme ab. Im Kampf der Damen behält Josef die Nerven. Bis der Gegner ins Remis einwilligt. 2:2 ! Und die Berliner Wertung spricht für Kiel.

Kieler SG2 - Lübeck 2,0 - 2,0

1 Bestmann, Günter 1979 - Salov, Sergej 2116: 1 - 0
2 Zimmermann, Manfred 1822 - Mentlein, Horst 1949: 0 - 1
3 Plichta, Reiner 1686 - Böttcher, Ulrich 1914: 0,5 - 0,5
4 Kollhoff, Josef 1796 - Lübeck, Stephan 1919: 0,5 - 0,5

Zum ersten Mal nach langer Zeit kommt der Pokal zur Kieler SG. Die erste Mannschaft hat es lange versucht, unsere zweite hat es geschafft. Herzlichen Glückwunsch !!

 


Die Sieger: Josef Kollhoff, Günter Bestmann, Manfred Zimmermann. Reiner Plichta fehlt hier.

 

Ein Erfolg für beide Mannschaften der Kieler SG
22.02.2018

Kieler SG 2 - Raisdorfer SG 1: 5,0 - 3,0
Kieler SG 3 - SK Doppelbauer 3: 5,0 - 3,0

An diesem Donnerstag, dem 22. Februar, ein kalter Wintertag mußte keine der beiden Mannschaften der Kieler SG auf Reisen gehen. Sie empfingen zum Mannschaftskampf als Gäste die Mannschaften aus Raisdorf und den Kieler Konkurrenten Doppelbauer. Pünktlich konnte der Mannschaftskampf beginnen. Die 2. Mannschaft der Kieler SG hatte als Gast die 1. Mannschaft aus Raisdorf. Die Raisdorfer erwiesen sich doch als starke Gäste, was ihrer Stellung in der Tabelle nicht entspricht, und machten es den KSGern nicht leicht. Zwei Stunden brauchte es, bis die ersten Ergebnisse in diesem Spiel gemeldet werden konnten. Hartwig Ruhberg tat sich sehr schwer mit seinem Gegner, Viktorian Kramer. Als Kramer Ruhberg in der Klemme hatte, wußte er wohl nicht mehr so richtig weiter, weil er seinen Vorteil nicht umsetzen konnte. So willigte er in ein Remis ein.

Ganz klar auf Gewinn stand Hardy Wenske. Im 26. Zug setzte er Thorsten Kaminski matt. Was Kaminski auch überlegte, dem Matt konnte er nicht entrinnen. Etwas getrübt wurde der beginnende Erfolg durch die plötzliche Aufgabe von Hans-Jürgen Sawall gegen Rainer Harting. Sawall hatte eine Kleinigkeit übersehen, nämlich daß seine Dame angegriffen war. Er ließ sie stehen, was der Gegner als Geschenk annahm. Jetzt zog sich der Kampf in die Länge. Die Gäste leisteten starken Widerstand. Fred Bockelmann war dann der Erste, der diesen Wartestand beendet und Andreas Korte zur Aufgabe zwang. Es folgten alsbald Josef Beller gegen Eggert Bock und Reiner Plichta gegen Steffen Kirstein. Alle drei zwangen sie ihre Gegner in die Knie und zur Aufgabe.

Fast über die ganze Spielzeit mußten Manfred Zimmermann gegen Dennis Papesch und Franz Felser gegen Dr. Gregor Ciemnyjewski kämpfen. Zimmermann hatte es besonders getroffen. Er mußte den Dauerhusten seines Gegners ertragen. Nach einem Schlußangriff von Zimmermann, der die Wende bringen sollte, blieben ihnen nur die Läufer übrig. Zuwenig, um noch in den festen Stellungen einen Sieg zu landen. Mit dem Remis wurde das Endergebnis auf 5 zu 3 festgelegt. Franz Felser verlor, nach einen guten Partie, letztendlich im Endspurt. Er hatte einen Rückzug der Dame auf seinen Turm gesehen und wollte ihn für eine Mattdrohung auf der gegnerischen Grundlinie belassen. Ciemnyjewskis Dame konnte nun ungehindert in Felsers Stellung eintreten und unterstützt vom Springer selber mit Matt drohen. Bevor es soweit war, gab Felser auf.

Ganz so klar verlief der Kampf der 3. Mannschaft gegen die 3. Mannschaft des SK Doppelbauer nicht. Die Gäste kamen nur mit sechs Spielern in den Legienhof. Zwar wurde beteuert, daß die fehlenden Zwei noch kommen würden, aber die Warterei zerrte an den Nerven unser Spieler, die nun vorerst einmal Däumchen drehen mußten. Fünf Minuten vor Ablauf der Wartezeit wurde Matthew Basey vom Wartestand erlöst. Sebastian Dittmann kam und das Spiel nahm seinen Anfang. Das Spiel endete Remis und mit diesem Remis konnte der Ergebnisstand auf 4½ zu 2½ gestellt werden. Ingo Firnhaber wartete vergebens. Sein Gegner kam nicht. Mit dem kampflosen Punkt begann der spätere Mannschaftssieg der Kieler SG.

Zuvor schon hatte Benjamin Donst die 3. KSG in Führung gebracht durch seinen Sieg über Max Oberberg.
Nun folgten die Siege von Marcus Malina über Sultan Dadagov und Gunnar Nielsen über Dagomar Heinz. Im Spiel Malina hatte man den Eindruck seine Dame marschiere durch die gegnerische Stellung und fresse einen Bauern nach dem anderen. Dabei war nach jeden zweiten Zug das drohende Matt im Spiel, so daß Dadagov mit seiner Dame keine Ausflüge machen konnte, um seinerseits Beute zu machen.

Gunnar Nielsen hatte mehrmals die Möglichkeit die Damen zu tauschen. Er unterließ das und hielt den Druck den seine Dame ausübte immer aufrecht. Gleichzeitig verteidigte die Dame zwei vereinzelte Bauern, denn deren Fall hatte Heinz den Einfall in Nielsens Stellung erleichtert. Das Endergebnis war klar, Sieg! Ihre Partien verloren Jürgen Kropp der seinen Läufer einsperren ließ und die verlorene Figur nicht mehr ausgleichen konnte. So war es leicht für Finn Petersen das Brett zu abzuräumen und den eigenen vorgeschobenen Bauern zu halten. Auch Hans-Jürgen Scepanik gab seine Partie auf, als Figurenverlust drohte und damit die Niederlage nicht zu verhindern war.

Zu diesem Zeitpunkt führte die 3. Mannschaft mit 4½ zu 2½. Der Sieg war schon erspielt worden. Nur noch Josef Kollhoff spielte am Brett um sein oder nicht sein. Kollhoff hatte sich mit Dame und Turm in die Stellung von Emil Günther gewagt und Schach geboten. Kollhoff hatte wohl damit gerechnet, daß Günther einen Turm dazwischen ziehen wird, was dieser aber nicht tat. Nun war Holland in Not. Jetzt konnte die Dame nicht mehr weg, denn der Rückweg war versperrt und zugleich ein Turm angegriffen. So kam es dann auch. Den Turm mußte Kollhoff gegen den Läufer tauschen ohne jedoch die Dame frei zu bekommen, denn die war nun verloren. Seine Springer sollte die Lage bessern, indem dieser des Gegners Dame bedrohte. Nach dem beiderseits die Damen vom Brett genommen waren, ging Günther auf Bauernfang. Das führte schließlich dazu, daß Günther ein Zusammenspiel seiner Türme nicht zuwege brachte. Kollhoff hatte vor dem Damentausch den Versuch unternommen, mit dem Turmschach die Dame vom Turm wegzulocken. Was nicht gelang. Der König wich dem Schach aus. Dieser eingedrungene Turm und der nicht zu vertreibende Springer hielten Günthers König auf Trab. So kam es das nach dreimaliger Zug- und Stellungswiederholung Kollhoff auf Remis reklamierte, was Günther schließlich annahm. Mit 5 zu 3 endete dieser Mannschaftskampf für die Kieler SG.

W. Schroedter

Fotos von diesen Begegnungen: