Kieler Schachgesellschaft von 1884


Kieler Schachgesellschaft von 1884

 

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Mannschaften/Turniere

KSG 1: Verbandsliga B
KSG 2 und 3: Bezirksliga Kiel

 

Spielberichte

Kurzer Rückblick Bezirkspokalsaison 2017/2018
11.05.2018

Nach dem Seniorenpokal konnte die Kieler SG auch den Bezirkspokal gewinnen. Gegen die starke Mannschaft aus Flintbek, die uns in den letzten Jahren schon mehrmals aus dem Wettbewerb kegelte, stand es am Ende 3 zu 1. Während Jürgen Kropp und Ingo Firnhaber ihre Partien gewinnen konnten, steuerten Matthew Basey und Joachim Görs jeweils einen halben Punkt bei. Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!

Auf dem Weg ins Finale konnten die Teams des Raisdorfer SG II (Achtelfinale, 3,5 : 0,5), Phönix Gettorf (Viertelfinale, 3,5 : 0,5) sowie die SG Plöner See I (Halbfinale, 3 : 1) besiegt werden.

Zum siegreichen Bezirkspokalteam 2017/2018 gehörten:
Ingo Firnhaber ( 3 Pkt./ 3 Partien)
Jürgen Kropp ( 3 Pkt. / 3 Partien, davon 1 kampflos)
Matthew Basey ( 2,5 Pkt. / 4 Partien)
Joachim Görs ( 1,5 Pkt. / 2 Partien)
Josef Kollhoff ( 1 Pkt. / 2 Partien)
Hans-Reiner Plichta (1 Pkt./ 1 Partie)
Manfred Zimmermann (1 Pkt./ 1 Partie)

René Werner

 

Bezirksmeisterschaft im Schnellschach am 09.05.2018

20 Spieler fanden sich trotz bestem Sommerwetter im Legienhof ein, um den Bezirksmeister im Schnellschach zu ermitteln. Zudem zählte das Turnier mit doppelter Punktzahl für den Schnellschach-Grand-Prix des Schachbezirks Kiel.

Als Favorit ging Bülent Saglam in den Wettkampf und dieser Favoritenrolle wurde er auch voll gerecht. Er gewann souverän mit nur einem halben Punktverlust mit 6,5 Punkten das Turnier und darf sich nun Bezirksmeister im Schnellschach nennen.

Klaus Rabe von der Kieler SG war der einzige, der Bülent einen halben Punkt abnehmen konnte – mit 5,5 Punkten erzielte er den Silberplatz. Knapp dahinter mit einem halben Zähler weniger kam Thorsten Cerny auf Rang 3.

Eine sehr gute Leistung zeigte der Nachwuchsspieler Henry Grounev, der mit 4,5 Punkten den 5. Platz erreichte.

René Werner

 

Bezirksmeisterschaft im Schnellschach, Stand nach der 7. Runde:

Rang

Teilnehmer

TWZ

Verein/Ort

S

R

V

Punkte

Buchh

SoBerg

1.

Saglam,Bülent

2132

SK Doppelbauer Kiel

6

1

0

6.5

28.5

25.75

2.

Rabe,Klaus,Dr.

2030

Kieler SG von 18

4

3

0

5.5

31.5

23.75

3.

Cerny,Thorsten

2033

SG Turm Kiel von 1910

5

0

2

5.0

31.0

19.00

4.

Dittmann,Hans-Adolf

2072

Preetzer TSV

4

1

2

4.5

29.0

14.75

5.

Grounev,Henry

1612

SK Doppelbauer Kiel

3

3

1

4.5

27.0

16.25

6.

Zimmermann,Manfred

1956

Kieler SG von 18

4

1

2

4.5

24.5

13.25

7.

Kornrumpf,Joachim,Prof. Dr.

2035

Preetzer TSV

4

0

3

4.0

26.5

11.50

8.

Werner,René

1820

Kieler SG von 18

4

0

3

4.0

21.5

8.50

9.

Beller,Josef

1592

Kieler SG von 18

3

1

3

3.5

31.5

14.25

10.

Leib,Britta

1833

SC Agon Neumünster

3

1

3

3.5

24.5

8.75

11.

Felser,Franz

2036

Kieler SG von 18

3

1

3

3.5

23.5

9.75

12.

Behrendt,Matthias

1724

SC Agon Neumünster

3

0

4

3.0

25.0

9.00

13.

Schmidt,Peter

1932

Kieler SG von 18

3

0

4

3.0

24.5

5.00

14.

Czank,Michael,Dr.

1649

Kieler SG von 18

3

0

4

3.0

24.0

7.00

15.

Stegert,Jonas

1373

SC Agon Neumünster

3

0

4

3.0

21.0

7.50

16.

Plichta,Hans-Reiner

1784

Kieler SG von 18

3

0

4

3.0

18.5

4.00

17.

Bischoff,Anton

1200

Kieler SG von 1884 e.V.

3

0

4

3.0

17.0

3.00

18.

Zielke,Bernd

1683

TuS Holtenau

2

0

5

2.0

21.0

3.00

19.

Kathage,Holger

1652

VSF Flintbek

1

0

6

1.0

20.5

0.00

20.

Damerow,Rasmus

1200

Kieler SG von 1884 e.V.

0

0

7

0.0

19.5

0.00

 

9. und letzter Spieltag Bezirksliga-Saison 2017/2018
KSG II gewinnt 7 – 1 gegen Agon Neumünster III
KSG III gewinnt 4,5 – 3,5 gegen Holtenau I
22.04.2018

Am letzten Spieltag ging es für beide Bezirksligamannschaften der Kieler SG um nicht mehr viel, die zweite Mannschaft hatte bereits nach der vorletzten Runde den Klassenerhalt sicher und die dritte Mannschaft war sicher auf Platz 3 und konnte sich nicht weiter verbessern, da auch Friedrichsort (kampflos gegen Doppelbauer III) und Flintbek (knapp gegen Turm Kiel IV) ihre Spiele gewannen.

Dennoch wurde engagiert und in einigen Matches bis kurz vor dem Timeout von 4 1/2 Stunden bis kurz vor Mitternacht gefightet (2 x Josef sowie Hans-Jürgen).

Die zweite Mannschaft konnte dabei einen deutlichen Sieg herausspielen, außer Joachim an Brett 1 konnten alle anderen Spieler gewinnen. Dabei gab es einige klassische Endspiele zu betrachten (Hans-Joachim und Hardy jeweils mit Mehrbauer im Bauernendspiel, Josef Beller mit Bauernumwandlung im Leichtfigurenendspiel). Aber auch ein extrem kompliziertes Endspiel von Hans-Jürgen, in dem es nur einen Bauern gab, dafür aber jeweils 3 Leichtfiguren plus Turm, die jeweils um den stärkeren bzw. schnelleren Mattangriff rangen.

Relativ schnelle Siege konnten zudem Franz, Hans-Reiner und Hartwig (mit einem Grundlinienmatt) erringen.

Durch den Sieg verbesserte sich die 2. Mannschaft der Kieler SG noch um zwei Ränge und belegte einen guten 5. Platz in der Abschlusstabelle. Topscorer der Saison war dabei Josef Beller mit 7,5 Punkten aus 9 Spielen.

Die dritte Mannschaft hatte schwer zu kämpfen. Während die drei Remisen an Brett 1, 2 und 8 relativ schnell und friedlich vereinbart wurden, wurde an den restlichen Brettern erbittert gekämpft. Als erster von dem verbliebenen Quintett konnte ich einen Mannschaftspunkt durch meinen Sieg gegen Bernd Zielke beisteuern. Mein Gegner baute einen Verteidigungswall auf, der nur schwer zu durchbrechen war. Durch eine Unachtsamkeit fand ich dann noch eine Lücke und konnte die Qualität gewinnen. Bis zum endgültigen Sieg war es nicht ganz einfach, aber meine Angriffsbemühungen führten schlussendlich zur Öffnnung der gegnerischen Stellung und weiteren unabwendbaren Drohungen.

Zu dieser Zeit standen wir an zwei der anderen vier Brettern schlechter und an den zwei anderen eher remislich, so dass noch eine heikle Schlussphase bevorstand. Zunächst gewann in einem komplizierten Turmendspiel Ingo seine Partie, durch aktiveres Figurenspiel zwang er seinen Gegner zu Ungenauigkeiten und nutzte dies effektiv aus.

Dann schlug Holtenau zurück: Michael verlor einen Springer ohne ausreichend Kompensation (einen Bauern) und musste nach zäher Verteidigung aufgeben. Gunnar hatte relativ früh einen Bauern weniger und eine schlechte Bauernstruktur (Doppelbauer) und musste im Turmendspiel nach ebenfalls hartem Ringen nach Abtausch der Türme dem Gegner gratulieren.

Es stand somit 3,5 – 3,5 und das letzte Spiel des Abends musste entscheiden. Ebenfalls Turmendspiel, aber starker Läufer auf Seiten Josefs gegen schwachen Springer seines Gegners. Dann Bauerngewinn durch Josef. Remisangebot in dieser Phase zu Recht abgelehnt. Die Zeit schwindet auf beiden Seiten, nur noch fünf Minuten. Dann der (zwischenzeitliche) Schock durch ein taktisches Manöver: gegnerischer Turm schlägt Läufer, nach Schlagen des Turms durch den König Springergabel und Josefs Turm war futsch. Keine Zeit nachzudenken oder zu trauern, jetzt entscheidet der aktive König von Josef, der zwei, drei Freibauern schafft und den gegnerischen Springer nicht ranlässt, auch der gegnerische König ist zu weit weg. Die Bauern entscheiden das Spiel doch noch zugunsten von Josef und damit das Match für die dritte Mannschaft der Kieler SG.

Dritter Platz in einer insgesamt sehr guten Saison (7 Siege, 2 Niederlagen), es wäre ggf. sogar noch mehr möglich gewesen, aber wir wollen uns mal nicht beschweren :-). Topscorer der Saison waren Jürgen (7 Punkte aus 9 Partien), Ingo (5 aus 6), Marcus (6 aus 8) sowie Josef (6 aus 9).

Wir freuen uns schon auf die neue Saison, bis dahin einen schönen Sommer und vielleicht sieht man sich beim Monatsschnellschachturnier (jeden zweiten Montag im Monat im Legienhof) oder beim 31. Kieler Open an der Förde (28. Juli bis 3. August 2018).

Kiel, den 22. April 2018
René Werner

Fotos von diesen Begegnungen:

 

Bericht zu den Landeseinzelmeisterschaften in Bad Segeberg vom 24.3. bis 30.3.2018

Vier Spieler der Kieler SG nahmen an den diesjährigen LEM in Bad Segeberg teil.

Manfred startete dabei bei den Senioren in der Gruppe A, während Josef und ich in der Kandidatenklasse und Jürgen in der Vormeisterklasse spielten.

Die Turnierbedingungen waren sehr gut, der gastgebende Verein von den Segeberger SF und das Schiedsgericht hatten alles prima im Griff, so dass diesen an dieser Stelle ein herzlicher Dank gebührt.

Manfred belegte mit 2 Siegen, 4 Remis und 2 Niederlagen und einer kampflos abgegebenen Partie den 9. Platz von 16 Teilnehmern und hätte sich vielleicht noch ein wenig mehr erhofft, andererseits konnten ein paar Achtungserfolge bzw- -remis gegen Gegner mit einer höheren TWZ eingefahren werden. Dafür erreichten die für unsere Seniorenmannschaft spielenden Joachim Kornrumpf und Hans-Adolf Dittmann den ersten sowie den zweiten Platz, herzlichen Glückwunsch!

Jürgen erreichte mit 4,5 Punkten den 6. Platz und damit den Klassenerhalt in der Vormeisterklasse. Vielleicht war noch eine bessere Punktausbeute möglich, bei den Niederlagen ist auch ein verlorenes Spiel aufgrund klingelndem Handy dabei. Im letzten Spiel hatte Jürgen eigentlich bereits eine Figur verloren, jedoch konnte er diese Partie (aus meiner Sicht überraschend) noch gewinnen.

Josef erzielte in der Kandidatenklasse ebenfalls 50% mit 4 Punkten aus 8 Spielen und hielt somit die Klasse (Platz 14 von 20 Teilnehmern). Mit Weiß konnte er dabei 3 Punkte aus 4 Partien erspielen.

Ich spielte erstmals in der Kandidatenklasse mit und stellte mir das Ziel 50% der Punkte zu erreichen und die Klasse zu halten. Von der DWZ her war ich nur 17. von 20 Spielern, durch meine im Vergleich dazu bessere ELO-Zahl war ich als 13. gesetzt. Das Turnier begann mal wieder mit einer Niederlage, gegen meinen Gegner verlor ich aufgrund einer falschen Berechnung unnötigerweise bereits in der Eröffnungsphase einen Bauern, was in der Folge recht schnell zu einem Zusammenbruch meiner Stellung führte.

In den Spielen zwei bis vier profitierte ich dafür von Fehlern meiner Gegner. In der zweiten Partie gewann ich bereits in der Eröffnung einen Zentrumsbauern und zwang in der Folge den Gegner zur Aufgabe. In der dritten Partie, in der ich mit Katalanisch fast die gleiche Eröffnung wie in der ersten Runde aufs Brett bekam, kam ich diesmal mit ausgeglichener Stellung aus der Eröffnung und wickelte in ein Turm-Endspiel mit jeweils 4 Bauern ab. Durch eine Fehleinschätzung (vermeintliche Fesselung) bekam ich quasi einen Freibauern auf der a-Linie "geschenkt" und konnte nach einigem Hin und Her diesen Vorteil auch in einen vollen Punkt verwerten. Auch im dritten Match profitierte ich von einem "Aussetzer" meines Gegners. Nachdem meine Angriffspläne in der Eröffnung vom Gegner gut abgewehrt wurden, stieg eigentlich die Gefahr, dass mein Gegner im Folgenden gut "ins Rollen" kommt. Allerdings stellte er seinen a-Turm so unglücklich ein, dass ich einen Springerangriff unter Ausnutzung einer Fesselung durchführen konnte und die Qualität gewann. Danach konnte ich mit Hilfe meines zweiten Springers und der Dame gut in die gegnerische Stellung eindringen und potentielle Gegenangriffe abwehren, so dass ich einen weiteren Punkt einfuhr und mich nach der ersten Doppelrunde am Montag auf einmal mit in der Spitzengruppe befand mit 3 Punkten aus 4 Partien.

Danach bekam ich den Setzlistenersten und damit einen harten Brocken mit Schwarz vorgesetzt. In einem Sizilianer konnte ich eine gute Mittelspielstellung erreichen, in dem ich mich wohler fühlte als Weiß, aber nachdem die Stellung im Zentrum geöffnet wurde, spielte ich zu ungenau und verlor einen Bauern, mein Gegner erhielt dafür einen Freibauern und eine sehr aktive Stellung. Ich hatte Glück, den Laden einigermaßen zusammenzuhalten und bekam auch noch einmal die Chance in ein remisliches Turmendspiel abwickeln zu dürfen. Diese nutzte ich jedoch nicht und musste letztendlich meine (zweite) verdiente Niederlage einstecken.

Die 6. Runde am zweiten Doppelspieltag war rückwirkend betrachtet wohl die Schlüssel- Partie gewesen, die mir insgesamt zu einem sehr guten Turnierergebnis verholfen hat. Zum einen war es die längste und umkämpfteste Partie dieser Runde, zudem wogten auch die Erfolgschancen mal in die eine und mal in die andere Richtung, so dass anstelle von 4 aus 6 auch nur 3 aus 6 und ein anderer Turnierverlauf hätte werden können. Während ich gut aus der englischen Eröffnung in einer Art Drachen im Anzug herauskam und leichte Stellungsvorteile hatte, bekam ich irgendwann im Mittelspiel auf einmal erhebliche Felderschwächen im Zentrum, die von den gegnerischen Springern eingenommen werden konnten, so dass ich nur noch verteidigen konnte und eigentlich nur noch dem abschlachten zusehen konnte. Aber so kam es dann überraschenderweise doch nicht, die Springer wollten meine Felderschwächen nur temporär besetzen, zudem erhoffte ich mir Erleichterung und Gegenspiel in dem ich einen Turm gegen einen der Springer und einen Bauern opferte, auch wenn diese Vorgehensweise die Engine nicht empfehlen würde und ich nach dem Abtausch immer noch sehr viel schlechter stand. Die Hauptsache war jedoch, dass mein Plan funktionierte und dass mein Gegenspiel und meine Drohungen meine Gegnerin zum Grübeln verleiteten und wahrscheinlich auch zu falschen Plänen. Die Partie wurde immer schärfer, in der Zeitnotphase konnte ich die Qualität wieder zurückgewinnen. Daraufhin gewann ich sogar noch den zweiten Springer und drohte ein einzügiges Matt, jedoch nur unter der Maßgabe, dass die gegnerische Dame in meine Königsstellung auf h3 mit Schachgebot eindringen konnte. Hier hätte ich nicht sagen können, wie das ganze wohl ausgeht (Dauerschach, Matt oder doch rettende Flucht meines Königs mit anschließendem Matt auf der Gegenseite), aber Fortuna war auch hier mir hold, mein König fand ein Fluchtfeld, wo kein Schachgebot mehr möglich war und das Matt war nicht mehr zu verhindern.

Abgekämpft musste ich aber an diesem Tag noch eine zweite Partie bestreiten und das ausgerechnet gegen den souverän führenden Spitzenreiter, der als 1. b4-Spieler bekannt ist. Diese Eröffnung kam dann auch aufs Brett, was ich nicht so schlecht fand, da Schwarz sich für gewöhnlich ohne größere Probleme gut entwickeln kann. Ich weiss zwar nicht, wie man konkret am besten gegen b4 spielt, aber mit der Eröffnung war ich zufrieden und konnte auch einiges Gegenspiel bewirken. Immer wenn ich fand, dass ich nun am Drücker war und mir Vorteile herausspiele, kam dann der Gegenkonter und ich musste sehr aufpassen, die Stellung im Gleichgewicht zu halten. Letztendlich wurde in ein Endspiel mit Turm und Springer und vier Bauern abgewickelt und ein gerechtes Remis konnte an diesem harten Tag mitgenommen werden.

Runde 8 begann dann chaotisch. Durch Schnee- und Glättechaos an diesem Tag war die B404 gesperrt und ich suchte eine Umleitung, um doch noch die Runde bestreiten zu können. Auf mein Navi war kein Verlass und mit Hilfe von "Schwarmintelligenz" (einfach den anderen Autos hinterherfahren) fand ich dann doch noch den Weg nach Bad Segeberg. Mehr als eine halbe Stunde war ich bei meinem ersten Spielzug im Hintertreffen, so dass schnelles Ziehen angesagt war. Das funktionierte erstaunlich gut, ich kam sogar zu einem Stellungsvorteil in der Eröffnung, den ich nach und nach ausbauen konnte. Zwischenzeitlich streute ich dann doch noch ein paar schwache Züge ein und mein Gegner hätte mir das Leben schwer machen können, ließ aber zum Glück für mich seine Chancen aus. Letztendlich konnte ich sowohl im Zentrum als auch auf der Königsseite den Gegner nur noch zum Verteidigen zwingen. Irgendwie hielt die Stellung alle meine vielversprechenden Angriffsversuche ab, letztendlich erhielt ich immerhin einen Mehrbauern und eine aktivere Dame und auch aktivere Leichtfiguren (Läufer, Springer), der gegnerische König war zudem "freigelegt". Nachträglicher Schock in der Partieanalyse, in der ich im 40. Zug einen leichten Partiegewinn durch ein Ablenkungsmanöver mit einem einfachen Bauernzug übersah. Aber letztendlich konnte ich meine Stellungsvorteile auch anderweitig verwerten und den vollen Punkt einfahren, der mich als Zwischenstand auf Rang 3 vor der letzten Runde katapultierte.

Die letzte Runde ist kurz erzählt. Mein Gegner bot früh remis an, welches ich annehmen wollte, da ich so auf jeden Fall die Preisränge sicher hatte. Durch das Remis waren die Plätze 2 bis 4 die mögliche Bandbreite. Alle anderen Partien verliefen dann so günstig, dass ich sogar noch einen Rang nach oben auf Platz 2 rutschte und somit ein für mich überaus erfolgreiches Turnier mit 6 Punkten aus 9 Partien (und einer Aufstiegsberechtigung in die Vormeisterklasse) beendete.

Kiel, 2. April 2018 - René Werner

 

KSG III verliert 3 - 5 gegen Raisdorf
KSG II ebenfalls mit 3 zu 5 Niederlage gegen Holtenau, dennoch Klassenerhalt geschafft!

16.03.2018

Leider konnten für die KSG III nur 7 Spieler an die Bretter gehen, so dass wir bereits mit einem Handicap gegen Raisdorf starten mussten.

Den Ausgleich zum 1:1 konnte Marcus erzielen. Zunächst eine Qualität gewinnend, war im weiteren Spielverlauf ein Bauerndurchmarsch nicht zu verhindern und der Gegner musste aufgeben. An Brett 2 quälte sich Matthew mit gezogenen Weisheitszähnen durch die englische Eröffnung. Seine Stellung wurde immer gedrückter, der Gegner fand einen Gewinnweg und wieder mussten wir einem Rückstand hinterherlaufen. Spannend ging es an Brett 1 zu. Nachdem Jürgen zunächst einen Bauern verlor, konnte er in ein Endspiel mit zwei Leichtfiguren und drei Bauern gegen einen Turm und vier Bauern abwickeln. Wie der Sieg gelang, habe ich dann leider nicht mehr mitbekommen.

Unseren letzten Mannschaftspunkt konnte Michael trotz JetLag einfahren. Dann begann die Niederlagenserie. Zunächst verlor Edgar nach Zeit, da nach zwei Stunden noch keine vierzig Züge gespielt waren. Josef hatte eigentlich in der Eröffnung optische Stellungsvorteile erzielen können, verlor dann aber in zunehmender Zeitnot den Faden und musste sich dem starken Angriff seines Gegners beugen. Zu diesem Zeitpunkt stand ich ebenfalls bereits auf Verlust. Ein Damenopfer/-ablenkungsmanöver führte zu einer tödlichen Springergabel, die Dame, Material und Partie verlor. Raisdorf freute sich über den Sieg und den damit verbundenen Klassenerhalt.

Die zweite Mannschaft verlor an diesem Abend mit 3 zu 5 gegen Holtenau, kann sich aber aufgrund der Niederlage von Schönberg gegen Doppelbauer III ebenfalls über den Klassenerhalt freuen.

Die 3. Mannschaft spielt am letzten Spieltag dieser Saison am 19. April 2018 gegen Holtenau, während KSG II die SG Neumünster III empfängt.

Kiel, den 18. März 2018 - René Werner

 

Senioren-Mannschaftspokal-Meisterschaft 2018

Der langjährige SH-Senioren-Referent Gerhard Meiwald ist nach Süddeutschland verzogen und zum Bundes-Senioren-Referent aufgestiegen. Die Nachfolge trat Gerhard Ihlenfeldt an.

 

26.11.2017

Zur ersten Runde des Mannschaftspokals wurde nach Neumünster ins Kiek-In eingeladen. Neun Vierermannschaften erscheinen, darunter 2 Mannschaften der Kieler SG. Die Auslosung ergibt ein Freilos für Ahrensburg.

KSG1 spielt gegen Rendsburg. An allen Brettern haben wir mehr als 100 DWZ-Pkt. Vorsprung. Trotzdem tun wir uns ein bisschen schwer, gewinnen aber am Ende doch sicher mit 2,5:1,5. Mit demselben Ergebnis gewinnen Lübeck gegen Schwarzenbek und Agon NMS gegen Bad Oldesloe.

KSG2 hat es wirklich schwerer. Der starke Gegner ist Husum. RP gewinnt schnörkellos am 4.Brett. FF und MZ verlieren ihre Partien ziemlich klar. Das sieht nicht gut aus. Aber am ersten Brett kann GB ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern gewinnen. 2:2 und auch die Berliner Wertung bringt keine Entscheidung. Jetzt entscheidet ein 5-Minuten-Blitz. Die Farben werden getauscht. An den Brettern 2 und 4 gibt es dasselbe Ergebnis wie vorher. GB setzt seinen Gegner in Gewinnstellung Patt. MZ scheint chancenlos. Aber Klaus Seeck schafft das Matt nicht. MZ gewinnt durch Zeit. 2,5:1,5. Beide KSG-Mannschaften sind eine Runde weiter.

Rendsburg - Kieler SG1: 1,5 - 2,5

1 Berenstein,Alexander 1855 - Neumann,Joachim 1974: 0,5 - 0,5
2 Quiring,Nikolai 1879 - Kornrumpf,Joachim 1995: 1 - 0
3 Plewka,Manfred 1787 - Dittmann,Hans-Adolf 1990: 0 - 1
4 Wichmann,Gerd 1492 - Hahne,Hans-Jürgen 2004: 0 - 1

Husum - Kieler SG2: 2,0 - 2,0

1 Ohst,Holger 1961 - Bestmann,Günter 1979: 0 - 1
2 Lehr,Tomas 1786 - Felser,Franz 1887: 1 - 0
3 Seeck,Klaus 1892 - Zimmermann,Manfred 1833: 1 - 0
4 Friedrichsen,Hans Herm. 1435 - Plichta,Reiner 1686: 0 - 1

Gleich danach greift einer in die Lostrommel und zieht heraus: KSG2. Wir müssen am 14. Januar nach Ahrensburg fahren und die fünfte Mannschaft aus dem Pokal kippen. Das gelingt standesgemäß mit 3:1. Der DWZ-Unterschied ließ das erwarten.

Ahrensburg - Kieler SG2: 1,0 - 3,0

1 Lehmann, Erwin 1803 -Bestmann, Günter 1979: 0 - 1
2 Dümmke, Jens 1560 - Zimmermann, Manfred 1822: 1 - 0
3 Hilbig, Klaus 1477 - Plichta, Reiner 1686: 0 - 1
4 Hermann, Armin. 1379 - Kollhoff, Josef 1796: 0 - 1

Am 21. Januar schrieb uns der Turnierleiter G. Ihlenfeldt: "Die Auslosung für die nächste Runde erfolgte am 20.1.2018 durch Ulli Krause auf der Bezirksversammlung in Eutin. Ulli hat folgende Paarungen gezogen, also Beschwerden bitte an Ihn, es ist nämlich meine Befürchtung eingetreten, dass beide Kieler Mannschaften gegeneinander spielen."

Aber Günter Bestmann findet in der Turnierordnung einen Passus, dass Mannschaften desselben Vereins nicht gegen einander gepaart werden dürfen. Die neue Auslosung ergibt: LSV - KSG1 und KSG2 - Agon NMS.

 

11.02.2018

Dritte Runde im Vereinsheim von Agon Neumünster.

Eigentlich war LSV-KSG1 für das Finale erhofft, wie in den Vorjahren. Jetzt wird es schon im Halbfinale Ernst. JN spielt umständlich auf kleine positionelle Vorteile und wird von Salov heftig angegriffen. Weil der Angriff nicht sofort durchschlägt, bietet Salov Remis an. HJH und HAD müssen mit Schwarz zunächst einigen Druck aushalten, kommen dann doch zu einem viel versprechenden Angriff. Aber irgendwie geht es nicht weiter. HAD macht remis. HJH lässt sich nach langen Damenschachs doch in ein Bauernendspiel zwingen, das Gruzmann dann sehr schnell als Remis einschätzt. JK hat lange in einer ziemlich geschlossenen Stellung nach Vorteil gesucht, dann leider in Zeitnot dem Gegner den Durchbruch gestattet. Kampf verloren, Lübeck ist im Finale.

Inzwischen hat unsere KSG2 gegen Agon gezeigt, dass sie in Hochform ist. 4:0. Einzug ins Finale!

Lübeck - Kieler SG1: 2,5 - 1,5

1 Salov, Sergej 2116 - Neumann, Joachim 1974: 0,5 - 0,5
2 Gruzmann, Boris 2124 - Hahne, Hans-Jürgen 2004: 0,5 - 0,5
3 Böttcher, Ulrich 1914 - Dittmann, Hans-Adolf 1990: 0,5 - 0,5
4 Lübeck, Stephan 1919 - Kornrumpf, Joachim 1995: 1 - 0

Kieler SG2 - Agon NMS: 4,0 - 0,0

1 Bestmann, Günter 1979 - Ivaska, Romas 1791: 1 - 0
2 Zimmermann, Manfred 1822 - Eberhardt, Michael 1644: 1 - 0
3 Plichta, Reiner 1686 - Rummey, Siegfried 1395: 1 - 0
4 Kollhoff, Josef 1796 - Thies, Wolf 1263: 1 - 0

 

11.03.2018

Finale im Nicolay-Altenzentrum in Kiel

Alle Kieler hoffen, dass unsere zweite Mannschaft die Niederlage der ersten gegen Lübeck rächt. Aber niemand glaubt wirklich daran. Ich kann den Kampf erst ab der dritten Stunde verfolgen. RP hat bereits Remis gemacht. Mit Weiß nach 20 Zügen. Naja, bei den Gegnern…

An den drei anderen Brettern steht es noch materiell gleich. GB und MZ stehen unter Druck, während JK mit Schwarz versucht, seinen Raumvorteil am Königsflügel auszunutzen. Kurz vor der Zeitkontrolle kommen dann die Fehler. Alle Partien stehen ziemlich klar auf Verlust. Aber das Glück ist mit den Kielern. Salov macht seinen 40. Zug und das Blättchen fällt. Günter hat gewonnen! Manfred verliert. Es steht 1,5:1,5. Alle scharen sich um das 4. Brett. Josefs Gegner (mit Namen Lübeck!) hat einen wichtigen Bauern gewonnen. Zum Glück verrechnet er sich, opfert den Bauern, tauscht alle Türme ab. Im Kampf der Damen behält Josef die Nerven. Bis der Gegner ins Remis einwilligt. 2:2 ! Und die Berliner Wertung spricht für Kiel.

Kieler SG2 - Lübeck 2,0 - 2,0

1 Bestmann, Günter 1979 - Salov, Sergej 2116: 1 - 0
2 Zimmermann, Manfred 1822 - Mentlein, Horst 1949: 0 - 1
3 Plichta, Reiner 1686 - Böttcher, Ulrich 1914: 0,5 - 0,5
4 Kollhoff, Josef 1796 - Lübeck, Stephan 1919: 0,5 - 0,5

Zum ersten Mal nach langer Zeit kommt der Pokal zur Kieler SG. Die erste Mannschaft hat es lange versucht, unsere zweite hat es geschafft. Herzlichen Glückwunsch !!

 


Die Sieger: Josef Kollhoff, Günter Bestmann, Manfred Zimmermann. Reiner Plichta fehlt hier.

 

Ein Erfolg für beide Mannschaften der Kieler SG
22.02.2018

Kieler SG 2 - Raisdorfer SG 1: 5,0 - 3,0
Kieler SG 3 - SK Doppelbauer 3: 5,0 - 3,0

An diesem Donnerstag, dem 22. Februar, ein kalter Wintertag mußte keine der beiden Mannschaften der Kieler SG auf Reisen gehen. Sie empfingen zum Mannschaftskampf als Gäste die Mannschaften aus Raisdorf und den Kieler Konkurrenten Doppelbauer. Pünktlich konnte der Mannschaftskampf beginnen. Die 2. Mannschaft der Kieler SG hatte als Gast die 1. Mannschaft aus Raisdorf. Die Raisdorfer erwiesen sich doch als starke Gäste, was ihrer Stellung in der Tabelle nicht entspricht, und machten es den KSGern nicht leicht. Zwei Stunden brauchte es, bis die ersten Ergebnisse in diesem Spiel gemeldet werden konnten. Hartwig Ruhberg tat sich sehr schwer mit seinem Gegner, Viktorian Kramer. Als Kramer Ruhberg in der Klemme hatte, wußte er wohl nicht mehr so richtig weiter, weil er seinen Vorteil nicht umsetzen konnte. So willigte er in ein Remis ein.

Ganz klar auf Gewinn stand Hardy Wenske. Im 26. Zug setzte er Thorsten Kaminski matt. Was Kaminski auch überlegte, dem Matt konnte er nicht entrinnen. Etwas getrübt wurde der beginnende Erfolg durch die plötzliche Aufgabe von Hans-Jürgen Sawall gegen Rainer Harting. Sawall hatte eine Kleinigkeit übersehen, nämlich daß seine Dame angegriffen war. Er ließ sie stehen, was der Gegner als Geschenk annahm. Jetzt zog sich der Kampf in die Länge. Die Gäste leisteten starken Widerstand. Fred Bockelmann war dann der Erste, der diesen Wartestand beendet und Andreas Korte zur Aufgabe zwang. Es folgten alsbald Josef Beller gegen Eggert Bock und Reiner Plichta gegen Steffen Kirstein. Alle drei zwangen sie ihre Gegner in die Knie und zur Aufgabe.

Fast über die ganze Spielzeit mußten Manfred Zimmermann gegen Dennis Papesch und Franz Felser gegen Dr. Gregor Ciemnyjewski kämpfen. Zimmermann hatte es besonders getroffen. Er mußte den Dauerhusten seines Gegners ertragen. Nach einem Schlußangriff von Zimmermann, der die Wende bringen sollte, blieben ihnen nur die Läufer übrig. Zuwenig, um noch in den festen Stellungen einen Sieg zu landen. Mit dem Remis wurde das Endergebnis auf 5 zu 3 festgelegt. Franz Felser verlor, nach einen guten Partie, letztendlich im Endspurt. Er hatte einen Rückzug der Dame auf seinen Turm gesehen und wollte ihn für eine Mattdrohung auf der gegnerischen Grundlinie belassen. Ciemnyjewskis Dame konnte nun ungehindert in Felsers Stellung eintreten und unterstützt vom Springer selber mit Matt drohen. Bevor es soweit war, gab Felser auf.

Ganz so klar verlief der Kampf der 3. Mannschaft gegen die 3. Mannschaft des SK Doppelbauer nicht. Die Gäste kamen nur mit sechs Spielern in den Legienhof. Zwar wurde beteuert, daß die fehlenden Zwei noch kommen würden, aber die Warterei zerrte an den Nerven unser Spieler, die nun vorerst einmal Däumchen drehen mußten. Fünf Minuten vor Ablauf der Wartezeit wurde Matthew Basey vom Wartestand erlöst. Sebastian Dittmann kam und das Spiel nahm seinen Anfang. Das Spiel endete Remis und mit diesem Remis konnte der Ergebnisstand auf 4½ zu 2½ gestellt werden. Ingo Firnhaber wartete vergebens. Sein Gegner kam nicht. Mit dem kampflosen Punkt begann der spätere Mannschaftssieg der Kieler SG.

Zuvor schon hatte Benjamin Donst die 3. KSG in Führung gebracht durch seinen Sieg über Max Oberberg.
Nun folgten die Siege von Marcus Malina über Sultan Dadagov und Gunnar Nielsen über Dagomar Heinz. Im Spiel Malina hatte man den Eindruck seine Dame marschiere durch die gegnerische Stellung und fresse einen Bauern nach dem anderen. Dabei war nach jeden zweiten Zug das drohende Matt im Spiel, so daß Dadagov mit seiner Dame keine Ausflüge machen konnte, um seinerseits Beute zu machen.

Gunnar Nielsen hatte mehrmals die Möglichkeit die Damen zu tauschen. Er unterließ das und hielt den Druck den seine Dame ausübte immer aufrecht. Gleichzeitig verteidigte die Dame zwei vereinzelte Bauern, denn deren Fall hatte Heinz den Einfall in Nielsens Stellung erleichtert. Das Endergebnis war klar, Sieg! Ihre Partien verloren Jürgen Kropp der seinen Läufer einsperren ließ und die verlorene Figur nicht mehr ausgleichen konnte. So war es leicht für Finn Petersen das Brett zu abzuräumen und den eigenen vorgeschobenen Bauern zu halten. Auch Hans-Jürgen Scepanik gab seine Partie auf, als Figurenverlust drohte und damit die Niederlage nicht zu verhindern war.

Zu diesem Zeitpunkt führte die 3. Mannschaft mit 4½ zu 2½. Der Sieg war schon erspielt worden. Nur noch Josef Kollhoff spielte am Brett um sein oder nicht sein. Kollhoff hatte sich mit Dame und Turm in die Stellung von Emil Günther gewagt und Schach geboten. Kollhoff hatte wohl damit gerechnet, daß Günther einen Turm dazwischen ziehen wird, was dieser aber nicht tat. Nun war Holland in Not. Jetzt konnte die Dame nicht mehr weg, denn der Rückweg war versperrt und zugleich ein Turm angegriffen. So kam es dann auch. Den Turm mußte Kollhoff gegen den Läufer tauschen ohne jedoch die Dame frei zu bekommen, denn die war nun verloren. Seine Springer sollte die Lage bessern, indem dieser des Gegners Dame bedrohte. Nach dem beiderseits die Damen vom Brett genommen waren, ging Günther auf Bauernfang. Das führte schließlich dazu, daß Günther ein Zusammenspiel seiner Türme nicht zuwege brachte. Kollhoff hatte vor dem Damentausch den Versuch unternommen, mit dem Turmschach die Dame vom Turm wegzulocken. Was nicht gelang. Der König wich dem Schach aus. Dieser eingedrungene Turm und der nicht zu vertreibende Springer hielten Günthers König auf Trab. So kam es das nach dreimaliger Zug- und Stellungswiederholung Kollhoff auf Remis reklamierte, was Günther schließlich annahm. Mit 5 zu 3 endete dieser Mannschaftskampf für die Kieler SG.

W. Schroedter

Fotos von diesen Begegnungen:


KSG III verliert die Tabellenführung durch eine 3 - 5 Niederlage gegen Flintbek
KSG II remis gegen Doppelbauer III

Bäumchen wechsel dich in der Bezirksliga Kiel, nach einem Spieltag an der Spitze haben wir die Tabellenführung durch die Niederlage gegen Flintbek leider wieder verloren.

Leider hatte es Gunnar nicht zum Spiel geschafft, so dass wir bereits mit einem Handicap starten mussten. Die ersten Remis wurden zwischen der 2. und 3. Spielstunde erzielt, Marcus bot in aus meiner Sicht leicht vorteilhafter Stellung remis an, welches auch angenommen wurde. Ingo kam in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, welches ebenfalls keinen Sieger fand. Matthew hatte gegen die eigenwillige Eröffnungsbehandlung des Gegners (g3, Sh3, f3, Sf2 u.ä.) gute Antwortzüge gefunden und stand aus meiner Sicht leicht besser und konnte seinen Gegner unter Druck setzen. Aber leider reichte es in dieser Partie nicht zu mehr und auch hier gab es eine Punkteteilung. Zwischenstand 1,5 - 2,5 gegen uns.

Michael verpasste einen Turmabtausch und verlor im Mittelspiel zunächst einen Bauern, der Gegner konnte anschließend einen starken Angriff auffahren und gewann in der Folge eine Figur und damit die Partie. Kurze Zeit später musste auch ich die Segel streichen. Eigentlich hatte ich die größten Angriffsbemühungen bereits abgewehrt und dabei auch noch zwei gegnerische Bauern eingeheimst. Im Bemühen auch noch den gegnerischen Springer zu verjagen, öffnete ich meine Königsstellung zu sehr und übersah einen Doppelangriff der gegnerischen Dame. Ich konnte zwischen Turmverlust oder ungeschützten König mit diversen Mattdrohungen wählen und verlor die Partie dann recht schnell. Damit stand die Niederlage der KSG III fest.

Jürgen´s Sieg an Brett 1 und Josef´s Remis an Brett 4 waren letztendlich Ergebniskosmetik und stellten das Endergebnis von 3 - 5 her.

Die zweite Mannschaft mühte sich bei Doppelbauer III zu einem Remis. Während Franz Felser und Josef Beller jeweils einen vollen Punkt einfahren konnten und uns zudem ein kampfloser Punkt überlassen wurde, konnten Joachim Görs und Hans-Jürgen Sawall noch jeweils einen halben Punkt zum 4 zu 4 unentenschieden beisteuern.

Die 3. Mannschaft spielt am 22. Februar 2018 gegen Doppelbauer III, während KSG II die Raisdorfer SG I empfängt.

René Werner - Kiel, den 5. Februar 2018

 

Ein Kampftag mit vielen Remisen
12.01.2018

Kieler SG 2 - VSF Flintbek 1: 4,0 - 4,0
Kieler SG 3 - SG Turm Kiel 4: 5,0 - 3,0

Zum ersten Mannschaftskampf im neuen Jahr empfing die Kieler SG die beiden stärksten Mannschaften des Schachbezirks Kiel. Die 2. Mannschaft hatte sich mit dem Tabellenführer Flintbek I auseinanderzusetzen, während die 3. Mannschaft den Tabellenzweiten Turm IV empfing.

Wer geglaubt hatte, daß der Tabellenführer mit der 2. Mannschaft der Kieler SG leichtes Spiel haben wird, sah sich getäuscht. Beide Mannschaften waren an diesem Abend gleichstark. Das Ergebnis weist das aus. Sechs Spiele endeten Remis, wobei die Gäste noch Glück hatten. Hartwig Ruhberg stand gegen Holger Kathage auf Gewinn, den er aber nicht realisieren konnte, und Franz Felser ließ seinem Gegner Klaus Muus auch keine Gewinnchance. Die weiteren Remisen wurden in festgefahrenen Stellungen erspielt. Nur zwei Spiele fielen aus dem Rahmen der Remisen. Josef Beller konnte Eugen Reimer immer unter Druck setzen, weil er ständig eine Mattdrohung aufbaute. So konnte Reimer sein Übergewicht an schweren Figuren nicht zum Einsatz bringen. Beller wartete ab, bis der Fehler kam, dann schlug er zu und Reimer gab auf. Die zweite Partie die nicht Remis endete, es aber hätte können, war der Kampf zwischen Manfred Zimmermann und Galal Mohamed. In äußerster Zeitnot unterlief Zimmermann ein Fehlzug, der ihm die Partie kostete. So war Flintbek froh, noch mit einem blauen Auge, sprich unentschieden davongekommen zu sein.

Die 3. Mannschaft der Kieler SG mußte sich mit dem Tabellenzweiten Turm IV auseinandersetzen. Mit jeweils 8 Punkten stand Turm nur durch die Brettpunkte etwas besser in der Tabelle da. In diesem Spiel kam es wohl weniger auf die Spielstärke der einzelnen Spieler an, denn die waren in etwa gleich, sondern mehr auf die Findigkeit in taktischen Dingen. Hier war die Kieler SG an zwei Brettern ein bißchen besser. Auch hier endeten sechs Spiele Remis, wobei fünf davon in festgespielten Stellungen zustande kamen. Nur das Spiel von Gunnar Nielsen gegen Dr. Roland Drewek verlangte von Gunnar viel Verteidigungsgeschick. Drewek hatte im Mittelfeld einen Springer postiert, den Nielsen nicht angreifen konnte, weil er dann in Nachteil geraten wäre. So mußte er immer um diesen Springer herum spielen. Als Drewek seinen Angriff, gestützt auf diesen Springer forcierte, konnte Nielsen sich gut wehren und seinerseits Gegenspiel aufbauen. Dabei half ihm ein vorgeschobenes Bauernpaar, das die gegnerische Dame in ihrer Bewegung einschränkte. So kam es nach dem Tausch der Türme zu Zugwiederholungen und damit zum Remis.
Zwei Siege brachten im Kampf die Wende zum Sieg über die Türmer. Jürgen Kropp hatte, nachdem er die Angriffe von Thorsten Cerny überstanden hatte, den Mut, gegnerischen Figuren nicht nur zu nehmen, sondern sogar eigene zum Schlagen anbot. Cerny ging auf diese Angebote nicht ein. Er ließ seinen angegriffenen Springer stehen und nahm auch die Schlagangebote von Kropp nicht an. Seine Sorge galt einem einzelnen Bauern, den Kropp vorgetrieben hatte und der wie ein Splitter im Fleisch wirkte. So konnte Kropp schließlich Läufer und Dame in der Diagonalen zum Mattangriff in Stellung bringen. Jetzt gab Cerny auf, denn er hatte keine Abwehr mehr, weil der Bauer nun der Schlüssel zu Sieg für Kropp wurde. Den zweiten Sieg erspielte Josef Kollhoff gegen Henrik Rulofs. Als es Kollhoff nach langem taktieren gelungen war, mit Läufer und Dame gestützt durch die Türme in Rulofs Stellung einzubrechen, gab Rulofs die Partie auf.

Mit diesem Unentschieden der 2. Mannschaft und dem 5 zu 3 Sieg der 3. Mannschaft mußten zwei Spitzenmannschaften Federn lassen, was wiederum Konkurrenten erfreuen dürfte, weil wieder Chancen für sie entstanden sind.

W. Schroedter

Fotos von diesen Begegnungen:

 

Sieg für die KSG III im Spitzenduell des 4. Spieltages gegen Friedrichsort I in der Bezirksliga Kiel
07.12.2017

SVG Friedrichsort – Kieler SG 3: 3,5 - 4,5

Die dritte Mannschaft der Kieler SG spielte am 7. Dezember auswärts gegen Friedrichsort.

Leider lagen wir recht schnell mit 0:2 zurück. Matthew hatte sich den falschen Tag vermerkt und gab so kampflos einen Punkt ab. Marcus musste in einer schottischen Partie frühzeitig die Segel streichen, da er mit seinem König nicht rechtzeitig seinen a-Bauern deckte und somit der gegnerischen Dame zum Einschlag auf die Königsstellung verhielf. Ein Fehler kommt selten allein und so war die Partie schnell entschieden.

Dann war unsere Zeit zum Gegenschlag gekommen und nacheinander gingen drei Erfolgsmeldungen bei mir ein. Ingo überspielte seinen Gegner regelrecht und kam über die offene h-Linie zu einem unabwendbaren Mattangriff. Auch Gunnar konnte bereits in der Eröffnung erhebliche Entwicklungsvorteile verbuchen und gewann folgerichtig. Nachdem auch Jürgen einen vollen Punkt an Brett 1 eingeheimst hatte, gingen wir mit 3 zu 2 in Führung. Hier habe ich von der Partie nicht allzu viel mitbekommen. Zu Beginn des Mittelspiels hatte er zumindest bereits einen Bauern mehr, wenngleich es sich lediglich um einen Doppelbauern gehandelt hat.

Michael stand in seiner Partie eigentlich immer aktiver als sein Gegner und hatte im Mittelspiel einen aktiveren Springer gegen einen passiven Läufer. Er wollte aber lieber auf Nummer sicher gehen und einigte sich auf Remis.

In meiner Partie hatte ich großes Glück gehabt, einen halben Punkt zu ergattern, da ich an mehreren Stellen in der Partie schlecht gerechnet hatte und sehr passiv stand. Nachdem ich es unsinnigerweise zuließ, dass ich für einen fragwürdigen Freibauern auf der a-Linie einen Angriff auf meine Königsstellung zuließ, hätte mein Gegner eine gewonnene Endspielstellung mit zwei Mehrbauern erreichen können. Aber der letzte Fehler ist bekanntlich der folgenreichste Fehler und so verhalf mir der eben erwähnte Freibauer, der nur durch Turmopfer aufzuhalten gewesen wäre, zu einer Punkteteilung. Das Ausgang des entstandenen Endspiels wäre auch relativ unklar gewesen (Springer und 5 Bauern gegen Turm und 3 Bauern).

Zwischenstand 4 zu 3 für uns und Josef stand in der letzten Partie des Abends durchaus aussichtsreich. Da der Gegner das angebotene Remis nicht annehmen konnte, entwickelte sich ein verbissener Kampf bis zum Schluss. Als Kiebitz muss man ja oftmals hilflos mitleiden und bangt mit jedem Zug mit. Einige graue Haare mehr habe ich sicherlich bekommen, als es eine Gelegenheit zu einem 4-zügiges Matt gab, aber Josef diese Möglichkeit leider ausließ und sich auch im anschließenden Turmendspiel das Leben selbst schwermachte, zudem er auch immer mit einem mind. 25 minütigen Zeitnachteil agierte. Vier Minuten vor dem regulären Ende sah der Gegner aber keine Möglichkeiten mehr, einem Dauerschach zu entrinnen und so musste er sich mit der Punkteteilung und damit mit einem knappen Sieg der Kieler SG arrangieren.

Die 3. Mannschaft spielt nun am 11. Januar 2018 gegen Turm Kiel IV gegen den nächsten Mitfavoriten.

René Werner - Kiel, den 9. Dezember 2017

 

3. Spieltag Bezirksliga Kiel
17.11.2017

KSG 2 - SVG Friedrichsort: 3,0 - 5,0
KSG 3 - SC Schönberg: 5,0 - 3,0

Die zweite Mannschaft der KSG spielte gegen den Mitfavoriten und derzeitigen Tabellenführer aus Friedrichsort und war somit in der Außenseiterrolle.

Friedrichsort trat zwar nicht in Bestbesetzung an, war aber dennoch nominell überlegen. Dies spiegelte sich auch im Partieverlauf wieder. Mit den Niederlagen von Joachim Görs an Brett 1 und Hardy Wenske an Brett 8 geriet man schon sehr unter Druck. Auch die Remisen gegen nominell stärkere Gegner von Hartwig Ruhberg, Hans-Jürgen Sawall und Reiner Plichta waren letztendlich Ergebniskosmetik. Da auch Franz Felser verlor, war der Wettkampf vor der ersten Zeitkontrolle bereits verloren. In den beiden letzten Partien wurde noch bis zum bitteren Ende gerungen. Josef Beller lehnte trotz einer Bedenkzeit von weniger als 3 Minuten in einer schwierigen Stellung mit noch viel Holz auf dem Brett das Remisangebot seines Gegners ab und stürzte sich voller Angriffslust in eine Zeitnotschlacht. Letztendlich räumten die Türme sämtliche Bauern auf dem Brett ab und der Punkt wurde geteilt. Den einzigen Sieg für die KSG II konnte Manfred Zimmermann einfahren. Durch eine Unachtsamkeit des Gegners konnte er sich im Läuferendspiel einen verbundenen Freibauern erschaffen, welcher in letzter Konsequenz zum Sieg führte.

Die nächste Aufgabe beim Auswärtsspiel gegen Turm Kiel IV wird nicht einfacher (auch diese Mannschaft liegt noch ungeschlagen mit an der Spitze der Bezirksliga), aber auch hier werden wir versuchen, dem Gegner das Leben möglichst schwer zu machen.

Die dritte Mannschaft der KSG dagegen war gegen Schönberg in der Favoritenrolle. Dies konnte zunächst Marcus Malina mit einem schnellen Sieg an Brett 7 unterstreichen. Gerechte Remisen wurden anschließend von Edgar Lange an 8 und Josef Kollhoff an 3 vereinbart. Nachdem dann auch Jürgen Kropp am Spitzenbrett den vollen Punktz einfahren konnte, sah es beim Zwischenstand von 3 zu 1 schon ganz vielversprechend für uns aus. Ich musste dann überraschend eine Niederlage quittieren, nachdem ich durch eine Unkonzentriertheit (Müdigkeit?) meinen Turm fesseln ließ und gegen einen Läufer abtauschen musste. Auch das anschließende Endspiel Turm gegen Läufer und jeweils 3 Bauern, wobei einer meiner Bauern bereits ein Feld vor der Umwandlung stand und vom Läufer gedeckt werden konnte, war ggf. noch haltbar. Jedoch schlichen sich auch im Endspiel weitere Unkonzentriertheiten ein, so dass ich entnervt aufgeben musste. Den vierten Punkt einfahren konnte dann Michael Czank, der zunächst lange auf seinen Gegner warten musste (kam erst ca. 50 min später) und dann kurzen Prozess machte. 4:2, noch ein halber Punkt fehlte. Während Matthew Basey bereits überlegte Remis anzubieten, kam ihm der Gegner zuvor und gab das Spiel auf. Ein von gegnerischen und eigenen Bauern zur Bewegunsunfähigkeit verdammter Turm führte zu einer trostlosen Stellung, deren weiteren Verlauf sich der Schönberger Spieler nicht antun wollte. Der Sieg war in Sack und Tüten, aber noch ein Spiel lief. Gunnar musste sich in einem Läufer-/Springerendspiel zäh verteidigen, fand den Remisweg unter Zeitdruck nicht und musste leider aufgeben. Endresultat 5:3 und auch nach drei Spielen weiterhin ungeschlagen, ein guter Start in die neue Saison!

Nun warten in den nächsten Spielen mit Friedrichsort, Turm Kiel IV sowie Flintbek die Aufstiegsfavoriten dieser Saison. Auch hier werden wir es den Gegnern nicht einfach machen, uns die Punkte abzunehmen.

René Werner - Kiel, den 17. November 2017

 

Fotos von Wolfgang Schroedter: