Kieler Schachgesellschaft von 1884


Kieler Schachgesellschaft von 1884

 

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Mannschaften/Turniere

KSG 1: Verbandsliga B
KSG 2 und 3: Bezirksliga Kiel

 

Spielberichte

8. Spieltag, Bezirksliga Kiel: KSG III gewinnt bei der SG Schönberg/Hessenstein mit 3 : 5, KSG II verliert gegen Friedrichsort mit 2,5 : 5,5
18.03.2019

Nach der letzten Niederlage gegen Friedrichsort wollten die Spieler der KSG III Wiedergutmachung betreiben und trafen dabei auf ein nominell in etwa gleich starkes Team von der Spielgemeinschaft Schönberg/Hessenstein.

Relativ schnell teilte Jürgen an Brett 1 die Friedenspfeife, während Peter relativ schnell seinen Sieg verkündete. Da ich mit meiner Partie voll beschäftigt war, bekam ich eigentlich nicht viel von den anderen Brettern mit.

Marcus schien in seiner Partie in die Defensive geraten zu sein, konnte aber die Partie ausgeglichen beenden. Edgar verlor eine Figur und musste die Partie später aufgeben.

Ich kam sehr gut aus der Eröffnung, konnte viele Drohungen aufstellen und gewann auch einen Bauern. Leider unterschätzte ich im folgenden die Verteidigungsmöglichkeiten des Gegners und geriet dann sogar noch in eine nachteilhafte Stellung. Dann drehte sich das Blatt wieder zu meinen Gunsten, da mein Gegner sich veropferte und ich plötzlich eine Qualität mehr auf dem Brett hatte. Da mir jedoch nur noch wenig Zeit verblieb, war ich mit Stellungswiederholung und damit einem Remis einverstanden.

Auch Hans-Jürgen kämpfte im Leichtfigurenendspiel um den Sieg, er konnte den leichten Stellungsvorteil jedoch nicht verwerten und einigte sich ebenfalls auf die Punkteteilung. Somit Zwischenstand 3 : 3, und das beste kommt bekanntlich zum Schluss :-).

Michael stand zwischenzeitlich aus meiner Sicht nicht so gut und musste sich gegen verbundene Freibauern erwehren. Dies tat er auch ganz gut, der Angriff des Gegners geriet ins Stocken und darüberhinaus verbrauchte er zu viel Zeit, so dass noch vor der 1. Zeitkontrolle die Partie entschieden war, da noch keine 40 Züge gespielt waren.
Wie so häufig spielte Josef als letzter und hatte auch bereits sehr viel Zeit verbraucht. Er konnte das Endspiel jedoch mit einer Mehrfigur bestreiten und den möglichen Dauerschachs aus dem Weg gehen, so dass er den vollen Punkt gewann und damit den Mannschaftssieg sicherte.

Am letzten Spieltag, den 9. Mai, empfängt die KSG III den VSF Flintbek II. Nach dem Motto, wenn zwei sich streiten: Vielleicht kann die KSG vom direkten Duell zwischen Neumünster II und Turm Kiel IV profitieren und sich noch auf Platz 1 schieben und Bezirksligameister werden, wir werden es sehen...

Für die KSG II dagegen wird es zeitgleich gegen die SG Schönberg/Hessenstein im direkten Duell um den Klassenverbleib gehen, so dass es auch hier spannend bis zum Schluss bleibt. Aber auch die Teams aus Raisdorf, Flintbek und Plön müssen am letzten Spieltag noch zittern und können -inbesondere bei einem Erfolg der KSG II- noch absteigen. Weiterhin ist noch unklar, ob aus der Verbandsliga ggf. zwei Mannschaften des Schachbezirks Kiel absteigen, so dass in dieser Saison durchaus auch drei Mannschaften aus der Bezirksliga absteigen könnten.

René Werner

 

7. Spieltag: Zwei bittere Niederlagen in der Bezirksliga
01.03.2019

Mit zwei Heimniederlagen (jeweils 3 zu 5) erwiesen sich beide Bezirksliga-Mannschaften als spendable Gastgeber.

Die 2. Mannschaft hatte im Vorfeld große Aufstellungssorgen und bekam mit Müh und Not acht Spieler zusammen. Aber auch Plön reiste nur mit 7 Spielern an, so dass die KSG II mit einem kampflosen Punkt startete. Franz Felser konnte seinen Sieg bereits nach zwölf (!) Zügen vermelden und es stand 2:0. Danach kippte das Match, relativ früh mussten auch Hartwig und Hans-Jürgen ihre Partien aufgeben, Ausgleich zum 2:2.

Kampfbetonte Partien bekamen die Zuschauer an Brett 6 und 7 geboten. Nachdem die Angriffsbemühungen von Volker und Pramod nicht durchschlugen, mussten sie sich den Gegenangriffen geschlagen geben, 2:4 für Plön.

An Brett 3 hatte Reiner zwar die optisch bessere Stellung, aber sein Gegner bewies, dass Doppelbauern nicht per sé ein Nachteil sein müssen und verteidigte sich so geschickt, dass alle Angriffsbemühungen abgeblockt werden konnten.

Doch der Tragödie nicht genug, musste Joachim an Brett 1 zu guter letzt trotz Mehrfigur und Mehrbauern nach 4,5 Stunden hartem Ringen in ein Remis einwilligen, da sein Gegner ein Damenopfer lancierte konnte, welches direkt zu einem Patt führte.

Bei der KSG III standen die Vorzeichen im Vorfeld eigentlich sehr positiv. Von der DWZ her konnte die stärkste Mannschaft der Saison an die Bretter gebracht werden. Aber auch hier standen wir zu guter Letzt mit leeren Händen dar. Dies lag vor allen Dingen an den hinteren Brettern, an denen trotz numerischer Überlegenheit lediglich 4 Remisen zustande kamen. Figureneinsteller von Peter und Hans-Jürgen führten uns dann an den Brettern 3 und 4 auf die Verliererstraße. Auch Ingo musste eine Niederlagen einstecken. Einziger Lichtblick war Jürgen an Brett 1, der wenigstens einen vollen Punkt für die KSG III an diesem Abend einfuhr.

Durch die anderen, teilweise überraschenden Ergebnisse steht die KSG II nun auf einem Abstiegsplatz und muss versuchen, an den beiden letzten verbleibenden Spieltagen wieder Boden gut zu machen und den Klassenerhalt zu erreichen.

Die KSG III mischt trotz der Niederlage aufgrund der Niederlagen des Führungsduos Turm IV und NMS II weiterhin vorne mit. Aus dem Dreikampf um den Bezirksmeistertitel ist nun ein Fünfkampf geworden. Auch Friedrichsort und Holtenau haben auf einmal Chancen, am Ende ganz oben zu stehen.

René Werner

 

Fotos:

 

7. Spieltag Verbandslige B, KSG I verliert einen Mannschaftspunkt gegen SV Bad Oldesloe
24.02.2019

Der bis dahin Tabellenletzte aus Bad Oldesloe reiste mit lediglich 7 Spielern an, so dass wir mit einem Punkt Vorsprung starten konnten.

Jürgen kam als letzter, siegte aber als erster, so dass wir mit 2:0 in Führung gingen. Bereits vor der ersten Zeitkontrolle gab es die nächsten Entscheidungen, Bad Oldesloe schlug zurück. Hintereinander Manfred, Klaus sowie Niels mussten ihre Partien aufgeben, ich konnte meine Partie gewinnen, so dass es 3:3 stand.

Hans-Jürgen hätte gerne mit seinem Gegner remis gemacht, da er sich in seiner Stellung nicht ganz wohl fühlte, aber letztendlich war er der einzige, der bis zum Schluss kämpfen musste.

Bei Matthew entstand eine sehr scharfe Stellung, in der die Schwerfiguren den Ton angaben und diverse Drohungen und Scharmützel veranstalteten. Matthew hatte das Schlachtenglück auf seiner Seite und mit Hilfe eines Freibauern konnte er in die gegnerische Stellung eindringen, Matt setzen und den Zwischenstand von 4:3 herstellen.

Das ersehnte Unentschieden kam bei Hans-Jürgen leider nicht heraus, in einem packenden Match, welches fast bis über die volle Distanz ging, musste er sich seinem Gegner geschlagen geben.

So nahm Bad Oldesloe also einen Mannschaftspunkt aus Kiel mit und könnte mit einem Sieg gegen Doppelbauer am nächsten Spieltag erstmals die Abstiegsränge verlassen. Gleichzeitig kommt es zum Kellerduell zwischen Flintbek und Turm sowie zum Aufstiegsduell zwischen Tura Harksheide und Eutin.
Die Kieler SG versucht am nächsten Spieltag am 24. März 2019 in Mölln weiter in der Spitzengruppe zu verbleiben.

René Werner

 

Fotos:

 

6. Spieltag: Sieg für KSG III gegen SG Plöner See und Niederlage für KSG II gegen Agon Neumünster II
31.01.2019

Während die dritte Mannschaft der KSG gegen das Tabellenschlusslicht Plöner See deutlich mit 6 - 2 gewinnen konnte, verlor die zweite Mannschaft bei Agon Neumünster II mit 2,5 – 5,5.

Beim Spiel der KSG III war die Favoritenrolle dieses Mal eindeutig auf unserer Seite. Die Zielsetzung war daher auch zu gewinnen und möglichst viele Brettpunkte mitzunehmen.

Zunächst sah dies nicht danach aus, da Michael zwar als erster den vollen Punkt holte, aber wenig später Jürgen die Segel streichen musste und seine Bauern gegen den gegnerischen Springer machtlos waren. Auch bei mir lief es zunächst nicht wie erhofft. Aus der Eröffnung kam ich mit einigen Felderschwächen heraus, die mein Gegner nach und nach unter Beschuss nahm. Zudem verbrauchte ich sehr viel Zeit, so dass ich -den Verlust bereits vor Augen- die Stellung öffnete und ein paar Nebelkerzen zündete. Dieses Vorhaben ging dann auch auf, zunächst öffnete mein Gegner seine Königsstellung und wenig später stellte er sogan noch seinen Turm ein. Leider übersah ich aufgrund der Zeitnot, dass mein Läufer hing. Letztendlich musste ich trotz materiellem Übergewicht in die Punkteteilung einwilligen, da ein Dauerschach nicht zu verhindern war.

Zum Glück war ich an diesem Abend der einzige, der so eine chaotische Partie hinlegte. Marcus war mit seinem anschließenden Remis zwar auch nicht zufrieden, aber er hatte trotz einer Minderqualität ausreichend Kompensation gegen die unterentwickelte Stellung seines Gegners. Zwischenstand also 2 – 2 und es war bereits ersichtlich, dass wir an allen anderen Brettern sehr vorteilhaft standen.

Als nächster beendete Edgar seine Partie, der mit zwei Mehrbauern im Leichtfigurenendspiel den Überblick behielt. Peter spielte eine Art Morragambit und kam zu einem sehenswerten Königs-Angriff mit zwei Läufern und Dame gegen Dame und Turm, in dem er den König freilegte und zwei Bauern gewann. Nach Abtausch der Damen war der Rest Technik und somit ein weiterer voller Punkt für uns.

Ingo hatte einen Läufer mehr und nach langer Gegenwehr konnte er mit Hilfe eines Freibauern den Punkt und damit den Mannschaftssieg einfahren.

Josef machte schließlich das halbe Dutzend voll und gewann seine Partie im Turmendspiel mit ungleichfarbigen Läufern und zwei Mehrbauern.

Die zweite Mannschaft der Kieler SG unterlag Agon Neumünster II nach hartem Kampf. Einzig Franz Felser konnte einen vollen Punkt erobern.

Wenn man von zwei Absteigern in der Bezirksliga ausgeht, beginnt die Abstiegszone bereits ab Platz 4. Zwischen Platz 4 und Platz 9 liegen gerade einmal zwei Punkte, insofern müssen aus den letzten drei Partien am besten noch zwei Siege her. Gegen das Schlusslicht Plön sollte daher beim nächsten Mannschaftskampf am 28. Februar 2019 im Legienhof die vollen drei Punkte geholt werden.

Die KSG III möchte (ebenfalls am 28. Februar 2019) mit einem Erfolg gegen den Titelverteidiger Friedrichsort weiter am Führungsduo Turm Kiel IV und Neumünster II dranbleiben.

René Werner

 

5. Spieltag: Sieg für KSG III gegen Agon Neumünster II und Niederlage für KSG II gegen Turm Kiel IV
10.01.2019

Während die dritte Mannschaft der KSG gegen Agon Neumünster II mit 5,5 - 2,5 gewinnen konnte, verlor die zweite Mannschaft gegen Turm Kiel IV mit 3 - 5.

Im neuen Jahr erwarteten die Spieler der KSG III den Tabellenführer und letztjährigen Verbandsligisten aus Neumünster. Da Gunnar nicht kam, gerieten wir zunächst mit 0-1 in Rückstand.

Jürgen erreichte ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und symmetrischen Bauernstrukturen, insofern war das Remis stellungsgerecht. Auch Markus erzielte ein Remis, in einem Turmendspiel hatte er zwar zwischenzeitlich eine angenehmere Bauernstruktur, letztendlich konnte kein größerer Stellungsvorteil erzielt werden.

Peter überspielte seinen Gegner bereits aus der Eröffnung heraus und holte somit den ersten vollen Punkt für die KSG. Ich geriet in eine zweischneidige und schwer einzuschätzende Stellung und da Ingo besser Stand (ein Mehrbauer) und Michael sowie Josef stabil standen, bot ich Remis an.

Wahrscheinlich schätzte mein Gegner die Situation ähnlich ein und spielte letztendlich weiter, geriet dadurch aber in Zeitnot, da die Entscheidungsfindung geschätzt 20-25 Minuten dauerte.

Zwischenzeitlich wurde das Remis von Michael amtlich. Ingo konnte seine Stellung weiter ausbauen (3 Mehrbauern), bei Josef war weiter alles im Lot. Mein Gegner opferte seinen Springer für zunächst drei Bauern (später konnte ich einen Bauer wieder zurückerobern), weiterhin musste ich mit damit leben, dass mein König nicht rochieren konnte und somit in der Mitte verblieb und das ein oder andere Schachgebot aushalten musste. Mit Hilfe meiner aktiveren Springer sowie den schneller positionierten Türmen, konnte ich sowohl die Angriffsversuche meines Gegners parieren, als auch eigene Gegenangriffe lancieren. In der Zeitnotphase geriet mein Gegner dann noch in eine Springergabel. Durch Zeitablauf ging der Punkt an mich, aber auch mit einem Turm mehr war die Stellung gewonnen.

Ingo konnte sein Match souverän gewinnen und somit war der Sieg eingetütet. Josef machte es noch spannend, zunächst verlor er die Qualität, konnte aber eine aussichtsreiche Remisstellung erreichen, da die Türme des Gegners keine Möglichleit hatten, in die gegnerische Stellung einzudringen. Es wurde aber bis zu letzt mit offenem Visier gefightet. Der Gegner opferte seinen Turm gegen den Läufer. Die verbliebenen Türme wurden ebenfalls getauscht, was ein großer Vorteil für Josef war, da er das anschließende Bauernendspiel dank seines aktiveren Königs relativ leicht gewinnen konnte.

Alle Spieler der KSG III haben somit gepunktet, insofern war es ein gelungener Abend.

Für die zweite Mannschaft konnten Franz und Josef voll punkten. Reiner und Hartwig steuerten jeweils ein Remis bei. Hans-Jürgen verlor in einer extrem scharfen Stellung, zum Schluss hatte er aber die schlechtere Bauernstruktur und der Gegner den stärkeren Angriff.

Am 1. Februar 2019 müssen beide Mannschaften reisen. Während die KSG II nun gegen Neumünster II spielen muss, fährt die KSG III zum noch sieglosen Schlusslicht nach Plön, so dass diesmal die Favoritenrolle eindeutig verteilt ist.

René Werner

 

Fotos:

 

4. Spieltag: Sieg für KSG II gegen Raisdorf und Niederlage für KSG III gegen Turm Kiel IV
06.12.2018

Während die zweite Mannschaft der KSG gegen Raisdorf knapp mit 4,5 : 3,5 gewinnen konnte, verlor die dritte Mannschaft gegen Turm Kiel IV mit 2,5 : 5,5.

Turm Kiel IV trat nahezu in Bestbesetzung an, während unsere dritte Mannschaft den ein oder anderen Ausfall zu beklagen hatte. Außer an Brett 1 und 8 waren unsere Gegner meist mit mehr als 100 DWZ-Punkten im Vorteil. Letztendlich konnte sich der Favorit dann auch klar durchsetzen.

Während Jürgen an Brett 1 recht schnell Remis vereinbarte, konnten auch Michael und Friedrich einige Zeit später die Punkteteilung vermelden.

Markus kam nicht so recht aus seiner Eröffnung heraus und stand schnell unter Druck. Der Königsangriff seines Gegner schlug durch und Markus musste als erster von uns die Segel streichen.

Gunnar konnte in der Eröffnung einen Bauern erobern und auch ansonsten eine sehr druckvolle Stellung mit allen Chancen auf seiner Seite aufbauen. Leider habe ich nicht mitbekommen, wie der Vorteil wieder verspielt wurde, passend aber der Vergleich von Gunnar: "Es ist halt wie beim Fußball, schön spielen alleine reicht nicht, man muss auch das Tor treffen." :-)

Auch in Josefs Stellung war sicherlich mehr drin. Der Aufmarsch aller drei Schwerfiguren auf der c-Linie sah zwar beeindruckend aus, jedoch konnten alle Angriffspunkte ausreichend gedeckt werden. Und somit konnte der Gegner einen Angriff auf den Königsflügel wagen, welcher (leider) auch erfolgreich war.

In meiner Partie wurden in der Anfangsphase bereits relativ viele Figuren abgetauscht und es verblieben Dame, Springer und jede Menge Bauern auf dem Brett. In dieser Phase konnte noch niemand einen entscheidenden Vorteil erzielen. Anschließend konnte ich den gegnerischen König mit vielen Schachs auf die andere Seite des Bretts hinterherjagen, aber auch hier fehlte die zündende Idee, zu einem klaren Vorteil zu kommen.
Den anschließend angebotenen Damentausch nahm ich an und geriet in ein etwas schlechteres Springerendspiel mit vielen taktischen Motiven und Chancen auf beiden Seiten. Zum Schluss kämpften gegnerische a und f-Freibauern gegen meine verbunden d und e-Bauern. Allerdings standen gegnerischer Springer und König aktiver, so dass das Pendel eher in Richtung Verlust stand, zumal ich auch sehr viel Zeit verbraucht hatte. Nette Schlußstellung zum Schluss: gegnerischer a7-Bauer, mein Springer direkt davor in der Ecke auf a8. Im Falle des Schlagens des Springers durch den König wäre dieser durch meinen König in der Ecke eingesperrt worden und das Patt wäre somit unabwendbar geworden.

Durch dieses Remis hatte Turm bereits 4,5 Punkte erzielt und damit den Wettkampf gewonnen. Im letzten Spiel des Tages konnte das Ergebnis noch auf 5,5 Punkte erhöht werden. In einem sehr spannenden Mittelspiel konnte Hans-Jürgen zwar den gegnerischen Turm und zwei Bauern gegen zwei Leichtfiguren tauschen, allerdings geschah dies auf Kosten einer passiven Stellung. Dem Angriffsdruck konnte er in der Schlussphase nicht mehr standhalten und nach ein paar erfolgreichen tatktischen Manövern seines Gegners musste er ihm zum Sieg gratulieren.

Die zweite Mannschaft war auch nur an zwei Brettern DWZ-mäßig mit dem Gegner ebenbürtig, hielt aber voll dagegen und konnte durch Siege von Hans-Reiner (fantastischer Lauf mit 4 Pkt. aus 4 Spielen!), Josef und Anton (perfekter Einstand bei seinem ersten Einsatz in der Bezirksliga!) sowie 3 Unentschieden an den vorderen Brettern von Joachim, Bernd und Franz gegen starke Gegner einen knappen und wichtigen Sieg einfahren.
Nun liegen beide Mannschaften mit 9 Punkten gleichauf auf den Plätzen 3 und 4.

Am 10. Januar 2019 kommt es nun im Legienhof zu den Spitzenspielen des fünften Spieltages. Die KSG III empfängt den noch ungeschlagenen Spitzenreiter Neumünster II, während die zweite Mannschaft es gegen den Zweitplatzierten Turm Kiel IV besser machen möchte als die dritte Mannschaft der KSG.

René Werner

 

Sieg für KSG III und Niederlage für KSG II am 3. Spieltag in der Bezirksliga
16.11.2018

Während die zweite Mannschaft der KSG am 15. November 2018 gegen Holtenau knapp mit 3,5 : 4,5 verlor, konnte die dritte Mannschaft einen deutlichen Sieg gegen Raidorf einfahren (6,5 : 1,5).

KSG III konnte eine starke Mannschaft aufstellen, während bei Raisdorf einige Stammspieler ersetzt werden mussten.

Bereits nach einer Stunde konnte Jürgen an Brett 1 seine Partie gewinnen. Einige Zeit später konnte Friedrich ebenfalls punkten und seinen Mehrbauern im Turmendspiel verwerten.

Auch Josef und Peter punkteten noch vor der ersten Zeitkontrolle. Nach dem Remis von Edgar stand der Sieg fest. Daraufhin konnte ich meine Partie aufgeben. Ich kam gut aus der Eröffnung mit einem Mehrbauern heraus und konnte die gegnerische Beweglichkeit der gegnerischen Figuren stark einschränken. Leider schätzte ich einen Abtausch Dame gegen Turm und Läufer falsch ein und die Stellung brach in Folge in sich zusammen.

Die letzten beiden Partien dauerten dann noch bis kurz vor Mitternacht an. Ingo musste seine Stellung mit einem Bauern weniger im Läufer- gegen Springerendspiel verteidigen. Marcus stand klar auf Verlust und musste seinen Läufer gegen einen Bauern opfern, der kurz vor der Umwandlung stand. Im weiteren Verlauf konnte der Gegner seine Stellung immer weiter verbessern und hätte er nicht so wenig Zeit gehabt, hätte Marcus wahrscheinlich bereits aufgegeben. Zum Schluss hatte Marcus nur noch einen Bauern auf dem Brett, dem Turm, Läufer und zwei Bauern gegenüberstanden. Die Gelegenheit, den Bauern zu schlagen wurde nicht genutzt und so konnte die Partie überraschend nach Zeit gewonnen werden.

Die letzte Partie ging ebenfalls überraschend aus. Ingos Gegner versuchte mit Brechstange seine Partie zu gewinnen. Nach einem ungeschickten Zug konnte Ingo den Mehrbauern jedoch einkassieren und hatte zudem noch die bessere Zeit in der letzten Partiephase, so dass er ein Remisangebot ablehnte und versuchte mit schnellen Springermanövern den Gegner weitere Zeit abzuluchsen und zu Fehlern zu verleiten. Diese Taktik ging perfekt auf. Ingo eroberte einen weiteren Bauern und konnte mittels Springergabel auch noch den Läufer auf die Hörner nehmen und damit die Partie doch noch gewinnen.

Ein in der Höhe zwar etwas zu hoch ausgefallener, aber unter dem Strich verdienter Sieg.

Die zweite Mannschaft ging mit Siegen von Hans-Joachim und Reiner zwar in Führung, musste jedoch auch zwei Niederlagen (Hartwig, Josef) hinnehmen, so dass es zusammen mit dem Remis von Franz und Joachim zwischenzeitlich 3 : 3 stand. In den letzten beiden Spielen konnte Manfred in schwieriger Stellung ein Remis halten, während dies Bernd im Läufer-/Springerendspiel mit Minusbauern leider nicht gelang.

Am vierten Spieltag, den 7. Dezember 2018, darf sich nun unsere zweite Mannschaft gegen Raisdorf messen, in der die Raisdorfer sicher zeigen wollen, dass die Niederlage nur ein Ausrutscher gewesen ist.

Für die 3. Mannschaft geht es zuvor bereits am 4. Dezember gegen die starke Mannschaft von Turm Kiel IV, so dass hier das Spitzenspiel der Bezirksliga zwischen dem Tabellendritten gegen den (geteilten) Ersten stattfindet.

René Werner


Fotos von diesen Begegnungen:

 

Beide Mannschaften der KSG gewinnen am 2. Spieltag in der Bezirksliga
26.10.2018

Während die zweite Mannschaft der KSG am 26. Oktober 2018 gegen den Aufsteiger Flintbek II mit 5,5 : 2,5 gewann, konnte die dritte Mannschaft einen 5 : 3-Sieg gegen Holtenau feiern. In Holtenau trafen dabei zwei nominell in etwa gleich starke Mannschaften aufeinander, so dass die bessere Tagesform den Mannschaftskampf entscheiden sollte. Während Jürgen an Brett 1 und Josef an Brett 3 relativ schnell remis vereinbarten, konnte ich nach ca. 2 Stunden und 21 Zügen bereits den ersten vollen Punkt vermelden. Mein Gegner wollte sich nach einem gewonnen Isolanibauern und wenig aussichtsreichen Chancen auf Gegenspiel sich ein längeres Leiden nicht antun.

Dann kam die Zeit der unfreiwilligen Geschenke: Michael konnte per en passant in einem eigentlichen remislichen Leichtfigurenendspiel einen Bauern gewinnen und die Stellung aufreißen. Nach Läuferopfer liefen gleich zwei Bauern zur Umwandlung und sorgten so für die Entscheidung in dieser Partie. Edgar überzog ein ebenfalls remisliches Turmendspiel, ließ sich zu allem Überdruss auf ein Abtauschen der Türme ein und verlor mit einem Minusbauern im anschließendem Bauernendspiel die Partie.

3 zu 2 also der Zwischenstand und in den drei verbliebenen Partien sah es ziemlich unklar aus. An Brett zwei musste Ingo lange um Ausgleich kämpfen und kam aus der Eröffnung mit einem unterentwickelten Damenflügel heraus. Marcus konnte seine Figuren aktiver postieren als sein Gegner und unternahm auch einige Angriffsbemühungen, aber ein klarer Gewinnplan war nicht so recht auszumachen. Bei Gunnar hingegen schienen alle Angriffs- und Verteidigungsbemühungen sich auf einen Zentrumsbauern zu konzentrieren. Hier verteidigte sich Gunnar zunächst umsichtig und konnte dann mit seiner aktiveren Dame auch einiges Gegenspiel entwickeln. Dies führte dann nach einem verhängnisvollen Fehler seines Gegners zu einem Doppelangriff der Dame auf König und Springer und damit Figurenverlust, so dass ein weiterer (glücklicher) Punkt auf das Punktekonto der KSG gelangte.

An Brett 2 konnte Ingo letztendlich alle Angriffsversuche seines Gegners abwehren und einen halben Punkt ergattern, was den Tagessieg sicherte. Die erwähnten Angriffsbemühungen von Marcus blieben leider stecken. Zwar konnte er zwischenzeitlich einen Mehrbauern gewinnen und hatte alle Chancen zum Sieg. Durch eine Springergabel wurde der Bauer aber wieder einkassiert und das anschließende Springerendspiel war dann ebenfalls Remis.

Am dritten Spieltag, den 15. November 2018, darf sich nun unsere zweite Mannschaft gegen Holtenau messen und ist auf Revanche aus, da das Punktspiel in der letzten Saison knapp verloren ging. Für die 3. Mannschaft geht es dann am gleichen Abend im Legienhof gegen Raisdorf, welche sich in dieser Saison verstärkt haben und zusammen mit Vorjahresverbandsligist Neumünster II zu den Aufstiegsfavoriten gehören.

René Werner

 

Auftakt in der Verbandslige am 21. Oktober 2018, KSG I gewinnt glücklich bei Turm Kiel III mit 4,5 zu 3,5
21.10.2018

In der nunmehr dritten Verbandsligasaison ging es zum kurzen Auswärtsspiel in das Haus des Sports, in der uns die Mannschaft von Turm Kiel III mit lediglich sieben Spielern erwartete, so dass wir bereits mit einem Punkt Vorsprung starten konnten. Philipp an Brett 1 konnte relativ schnell eine komfortable Stellung herausspielen. Sein Springer wilderte in den gegnerischen Gefilden und konnte dabei einen Turm erobern. Mehrqualität mit besten Aussichten für das weitere Spiel. Niels erhielt relativ frühzeitig ein Remisangebot, spielte aber noch ein wenig weiter, einigte sich dann aber letztendlich doch auf die Teilung der Punkte.

Danach lief auf Seiten der KSG erst mal nicht viel zusammen. Bei Matthew entstanden zu viele Baustellen auf einmal, er konnte den Laden nicht dicht halten und verlor. Nicht viel besser erging es Günter, wobei ich bei dieser Partie nicht so viel mitbekam, ausser dass er mit einer unvorteilhaft aussehenden Doppelbauerstruktur kämpfen musste. Danach musste ich mich mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Ich kam aus der Eröffnung ganz gut heraus, hatte die Initiative mit einem Bauernvorstoß im Zentrum in der Hand, spielte auf einmal aber zu zögerlich, was zu einer Reihe von Figurenabtäuschen und zu einem Bauernendspiel führte, in dem die Könige nicht vorankamen und alle Bauern sich gegenseitig blockierten.

Zwischenstand 3 zu 2 für Turm und es sah an zwei von den restlichen drei Brettern nicht besonders gut aus: Während Philipp weiter auf Sieg stand, hatte Jürgen an Brett 7 eine Qualität weniger und Hans- Jürgen musste sich mit Turm und Springer gegen Turm und drei verbundenen Bauern erwehren, was ziemlich bedrohlich aussah, aber auch nicht ganz so einfach für beide Seiten zu spielen war. Am Ende konnten die KSG´ler sich aber doch noch durchsetzen. Während Philipp seine klaren Vorteile aus der Eröffnung weiter behaupten konnte und den Sieg einfuhr, gelang Hans-Jürgen das glückliche Remis, indem er seinen Turm gegen die drei Bauern opferte, so dass das anschließende Springer- gegen Turmendspiel Remis war.

Es sollte nun also an der letzten Partie liegen. Jürgen konnte trotz Minderqualität die Stellung enorm verkomplizieren und einen starken Gegenangriff aufbauen. Beide Spieler drohten jeweils einen Bauern zur Umwandlung zu bringen. Durch ein Turmopfer gelang es Jürgen letztendlich als erster eine Dame abzuholen. Mit Dame gegen Turm und drei Bauern gelang es der Dame zunächst relativ einfach sich alle Bauern abzuholen. Das anschließende Endspiel Dame gegen Turm dauerte dann noch eine ganze Weile (insgesamt wurden ca. 120 Züge gespielt), aber letztendlich konnte sich Jürgen erfolgreich durchsetzen und den siegbringenden Punkt einfahren.

Also trotz Minderqualität noch das Spiel gedreht, das war Nervenkitzel, den man nicht alle Tage braucht :-).

Am zweiten Spieltag, den 11. November 2018, geht es im Heimspiel gegen die starke vierte Mannschaft vom Lübecker SV, die immer für eine Überraschung gut ist, wie man im vergangenen Jahr gesehen hat.

René Werner

 

"Lasker-Schachwochenende" in Kiel
08.-09.09.2018

Bericht und Fotos von Jan Honnens von den Schachfreunden Burg

 

Auftakt in der Bezirksliga Kiel am 20.09.2018, KSG III und KSG II trennen sich Remis
20.09.2018

Wieder einmal startete die Bezirksligasaison mit dem vereinsinternen Duell der beiden Mannschaften der Kieler SG. Während es in den Vorjahren immer einen Sieger gab, wurden dieses Mal die Punkte geteilt.

Traditionell schnell war die Partie an Brett 1 zwischen Ingo und Joachim beendet, man einigte sich friedlich auf ein Remis. Zunächst konnten an Brett 8 keine Stellungsvorteile herausgearbeitet werden, so dass sich Edgar und Hartwig ebenfalls die Punkte teilten. Danach wurden die vollen Punkte verteilt. Während die dritte Mannschaft Siege an Brett 7 durch Michael gegen Hans-Jürgen und Brett 5 durch Gunnar gegen Hans-Joachim einfahren konnte, schlug die zweite Mannschaft zurück durch Siege von Hans-Reiner gegen Marcus (unglücklich durch Zeitablauf im 39. Zug) und Bernd gegen Peter. Die beiden letzten Spiele liefen dann bis kurz vor Mitternacht. Während in der Stellung an Brett 3 zwischen Josef und Manfred in einem Leichtfigurenendspiel keine Vorteile zu verzeichnen waren, einigte man sich folgerichtig auf ein Remis.

In meiner eigenen Partie gegen Franz sah es lange Zeit nach einem Sieg für mich aus. In einem Damenendspiel konnte ich aufgrund eines zentralen Mehrbauern (und Freibauern) große Vorteile erzielen, aber es war nicht einfach den Schachgeboten der gegnerischen Dame zu entkommen. Dann in höchster Zeitnot machte ich einen Fehler nach dem anderen, verlor nicht nur einen, sondern auch den zwischenzeitlich zweiten Freibauern, musste in einen Damentausch einwilligen und konnte zum Schluss sogar noch froh sein überhaupt ein Remis noch erreicht zu haben. Spannendes Finish also zum Schluss, und somit insgesamt wohl ein gerechtes Mannschaftsergebnis.

Die zweite Mannschaft spielt nun am 20. Oktober gegen den Aufsteiger Flintbek II und will dort wichtige Punkte für den Klassenerhalt holen. Für die 3. Mannschaft geht es ebenfalls am 20. Oktober gegen Holtenau ebenfalls um wichtige Zähler. Im letzten Meisterschaftsspiel in der Vorsaison konnten wir nur denkbar knapp gewinnen und die Holtenauer werden daher auf Revanche aus sein.

René Werner

Fotos von Wolfgang Schroedter: